Deutsche Internetgesellschaft soll sich schneller entwickeln

Feldafinger Kreis: "Handlungsbedarf bei der Überarbeitung der Ausbildungsgänge"

Rund 100 Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren auf dem für die Industrie vom BDI und für die Wissenschaft von der Fraunhofer Gesellschaft ausgerichteten Symposium "Forschen für die Internetgesellschaft: Trends, Technologien Anwendungen" in Berlin, wie man gemeinsam die Internetgesellschaft in Deutschland schneller voranbringen könnte. Als Grundlage der Debatte dienen acht Trendaussagen zur künftigen Entwicklung des Internets, die von der Expertenrunde "Feldafinger Kreis" unter Leitung von Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), und Klaus Weyrich, Forschungsvorstand der Siemens AG, formuliert wurden.

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"Unser Ziel ist es, Innovationsstrategien für Deutschland zu finden, die uns helfen, knappe Forschungsmittel effizient in wichtige Bedürfnisfelder der Gesellschaft zu lenken", erklärte Carsten Kreklau, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), zur Eröffnung der Veranstaltung. Die Innovationsstrategien sollen weiterentwickelt und aus ihnen der dringendste Forschungsbedarf abgeleitet werden. Die Ergebnisse sollen auch zur Ausfüllung des Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "IT 2006" beitragen.

Zum Feldafinger Kreis zählen Prof. Barth von der Dresdner Bank AG, Prof. Broy und Prof. Eberspächer von der TU München, J. Claus von der Deutsche Telekom AG, Prof. Encarnacao von der Fraunhofer Gesellschaft, Prof. Mattern von der ETH Zürich, Prof. Merker von DaimlerChrysler AG, Prof. Müller von der Uni Freiburg, H. Raffler und Prof. Weyrich von der Siemens AG, Prof. Scheer von der IDS Scheer AG, Prof. Wahlster vom DFKI sowie Prof. Ziemer vom ZDF.

Die Mitglieder des Feldafinger Kreis sehen das Internet als einen der wesentlichen Pfeiler für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft, für technische Innovationen und für die industrielle Wertschöpfung. Das Internet führe zu völlig neuartigen Produkten und Prozessen in fast allen Lebensbereichen, von der Industrie über die Verwaltung bis ins Privatleben. Viele der heute existierenden heterogenen Informations- und Kommunikationsnetze werden dank des Internets verknüpft.

Allerdings würde die Internet-Technologie in Deutschland bisher primär unter den rein technischen Aspekten des Leitungszugangs, der Bandbreiten und der Endgeräte betrachtet. Den Experten zufolge genügt dies jedoch nicht, um die zukünftigen Entwicklungen entscheidend mitgestalten zu können, vielmehr bedürfe es einer weitaus stärkeren Berücksichtigung der Anwendungen, der Dienste, der notwendigen Softwareinfrastruktur und der digitalen Inhalte, da die Wertschöpfung und der Nutzeffekt des Internets mittelfristig hauptsächlich in diesen Bereichen zu finden sein werden.

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Das Internet habe zwar das Potenzial, neue Industriezweige mit innovativen Produkten zu generieren - auch über ein weites Spektrum von Branchen hinweg: vom kleinen oder mittelständigen Unternehmen bis hin zur Großindustrie. Dies setze aber eine enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft voraus, um Forschungsergebnisse rasch in praktische Lösungen und Produkte umsetzen zu können. Dazu sei auch die verstärkte Mitwirkung von Wirtschaft und Wissenschaft bei der Schaffung internationaler Standards erforderlich, ebenso wie eine breite Basis hochqualifizierter Forscher und Entwickler im Bereich der Internettechnologien. "Die Beherrschung der Internettechnologien ist zweifellos eine der Grundlagen für das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland", so die Expertenrunde, die folgende acht Trendaussagen formuliert hat:

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Roland Rouschal 25. Apr 2002

Mit Begeisterung habe ich den vorliegenden Artikel gelesen und wusste eigentlich bereits...



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