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Infineon steigert Umsatz um 34 Prozent

Umsatz mit Speicherprodukten legt um 105 Prozent zu. Infineon Technologies hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2002 einen Umsatz von 1,39 Milliarden Euro erzielt, das entspricht einer Steigerung von 34 Prozent gegenüber dem vorausgegangenen Quartal und einem Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg im Wesentlichen auf Grund der verbesserten Marktbedingungen, insbesondere bei Speicherprodukten.
/ Jens Ihlenfeld
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Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug minus 178 Millionen Euro, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 564 Millionen Euro im vorausgegangenen Quartal. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001 verzeichnete Infineon ein positives EBIT von 10 Millionen Euro. Die Verbesserung gegenüber dem vorausgegangenen Quartal zeigt die Nachfragesteigerung in allen Geschäftsbereichen, eine beträchtliche Preiserholung bei Speicherprodukten und die erfolgreiche Implementierung des Kostensenkungsprogramms Impact.

Der Nettoverlust betrug 108 Millionen Euro, was einer starken Verbesserung gegenüber dem Vorquartal mit einem Nettoverlust bei 331 Millionen Euro entspricht. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erzielte Infineon noch einen Nettogewinn von 23 Millionen Euro. Der Nettoverlust beinhaltet Wertberichtigungen bei Beteiligungen in Höhe von 21 Millionen Euro. Der Verlust pro Aktie betrug im zweiten Quartal 0,16 Euro, gegenüber einem Verlust pro Aktie von 0,48 Euro im vorausgegangenen Quartal und einem Gewinn pro Aktie von 0,04 Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001.

"Die Umsatzperformance von Infineon wurde durch eine gestiegene Nachfrage in allen Geschäftsbereichen und einen starken Preisanstieg bei Speicherprodukten getrieben. Wir konnten unseren Nettoverlust deutlich reduzieren und unsere Kostenposition trotz des weiterhin starken Preisdrucks im Automobilbereich sowie den Kommunikationssegmenten senken" , kommentierte Dr. Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG.

Der Gesamtumsatz für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2002 betrug 2,42 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 27 Prozent von 3,31 Milliarden Euro im vergleichbaren Zeitraum des Geschäftsjahres 2001. Das EBIT für die ersten sechs Monate dieses Geschäftsjahres lag bei minus 742 Millionen Euro einschließlich eines einmaligen Vor-Steuer-Gewinns von 39 Millionen Euro aus dem Verkauf des Infrarot-Geschäftes, gegenüber einem positiven EBIT von 456 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, in dem jedoch ein einmaliger Vorsteuergewinn von 202 Millionen Euro aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Image and Video enthalten war. Der Nettoverlust für den abgelaufenen Sechsmonatszeitraum lag bei 439 Millionen Euro, gegenüber einem Nettogewinn von 303 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Speicherprodukte erreichte im zweiten Quartal 585 Millionen Euro. Das entspricht einer Zunahme von 105 Prozent im Vergleich zum vorausgegangenen Quartal und von 13 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die im Vergleich zu den Vorquartalen höheren Preise und die weiterhin starke Nachfrage nach Speicherprodukten führten zu dieser Steigerung. Das EBIT lag bei minus 28 Millionen Euro, gegenüber minus 371 Millionen Euro im vorausgegangenen Quartal und minus 134 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001. Der deutliche Rückgang der Verluste ist im Wesentlichen auf die Erholung der Speicherpreise sowie die teilweise Anpassung der Wertberichtigungen der Lagerbestände zurückzuführen.

Die Marktentwicklung in den nächsten sechs Monaten bleibe aber weiterhin unsicher und werde vom Ausmaß und der Nachhaltigkeit der weltweiten Konjunkturerholung – insbesondere in Europa und in den USA – abhängen. Es gibt verstärkte Signale für eine insgesamt positive Nachfrageentwicklung. Infineon geht aber davon aus, dass die vom starken Wettbewerb geprägten Marktbedingungen und der daraus resultierende Preisdruck in den meisten Geschäftsbereichen des Unternehmens auch in den kommenden Monaten anhalten werden.

Der Konsolidierungsprozess im Speichermarkt sowie die anhaltend starke Nachfrage und eine Normalisierung der Lagerbestände haben zu einem beträchtlichen Anstieg der DRAM-Preise geführt. Voraussetzung für eine weitere Verbesserung der Preisentwicklung sei nun aber eine anhaltend starke Nachfrage, insbesondere hinsichtlich der Erneuerungszyklen für PC- und Infrastrukturinvestitionen in Unternehmen, sowie eine weitere Erhöhung der Speicherausstattung pro System. Infineon erwartet zudem, dass sich der Konsolidierungsprozess bei den DRAM-Herstellern weiter fortsetzt.


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