AMD lässt den Duron bis Ende 2002 sterben

Erste funktionsfähige SledgeHammer-Muster fertig

Im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen hat AMD-Chairman W. Jerry Sanders noch einmal bekräftigt, dass bis Ende des Jahres alle AMD-Prozessoren auf 0,13-Mikron-Prozesstechnologie umgestellt werden.

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Die Umstellung betrifft auch AMDs texanische Chipfabrik "Fab 25", in der bisher alle Duron-Prozessoren gefertigt werden. Gemeinsam mit Fujitsu wird das Werk umgebaut, ab dem vierten Quartal 2002 soll es nur noch 0,13-Mikron-Flash-Speicher fertigen. Ab Ende des Jahres werden dann laut Sanders auch keine Durons mehr gefertigt, dies scheint für das erste Halbjahr 2002 für die erwarteten 0,13-Mikron-Durons ("Appaloosa") - die letzten ihrer Art - ebenso zu gelten wie für die mobilen Durons, die derzeit in Dresden gefertigt werden.

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Bei den Prozessoren macht AMD derzeit 80 Prozent Umsatz mit dem Athlon, der Rest fällt auf den Duron. Sanders wies darauf hin, dass Duron und Athlon sich technisch nur in der Systembus-Breite und der Größe des Level-2-Cache unterscheiden und dass der Athlon dank Kupfer- und 0,13-Mikron-Prozesstechnik zu vergleichbaren Kosten angeboten werden könnte, jedoch mehr Leistung bietet. Ab Ende 2002 wird es also nur noch eine Athlon-Produktlinie für alle Marktbereiche geben. Die Athlons für alle verschiedenen Marktbereiche dürften sich nicht nur in den Taktraten, sondern auch in den Cache-Größen unterscheiden. Immerhin plant AMD bereits für das zweite Halbjahr die Einführung des Athlon mit Barton-Kern, der in 0,13-Mikron gefertigt mit 512 KByte einen doppelt so großen Level-2-Cache mit sich bringt wie der aktuelle Athlon XP.

Die Fertigung des ClawHammer soll ausschließlich in Dresden stattfinden, das Werk soll sich laut AMD-Präsident Hector Ruiz so schnell wie möglich auf die Produktion der Hammer-Produkte konzentrieren. Spätestens wenn AMD die Athlon-Produktion zwischen dem vierten Quartal bis Anfang nächsten Jahres von seinem taiwanesischen Partner UMC erledigen lässt, werden in Dresden keine Athlons mehr gefertigt. Was den ClawHammer angeht, sollen bereits funktionsfähige 0,13-Mikron-Muster an Partner ausgeliefert worden sein. Bereits zur Markteinführung des ClawHammer gegen Ende des Jahres sollen erste 90-Nanometer-Muster (0,09-Mikron) fertig sein. Ebenfalls als Muster erhältlich sein soll nun der für den Server-Bereich gedachte SledgeHammer-Prozessor. Anfang 2003 soll er Intels Itanium Konkurrenz machen.

Zu den Partnern, die bereits Hammer-Muster erhalten haben, zählt auch Microsoft. Sanders betonte, dass Microsoft bereits an Code arbeite. Nun sei es an Microsoft, zu planen, was zu tun sei und wann, so Sanders. Dass es eine 64-Bit-Windows-Version geben werde, wurde bereits zuvor von AMD angedeutet. In Bezug auf seine von der Presse kritisierte gerichtliche Aussage zu Gunsten Microsofts im US-Kartellverfahren gegen Microsoft erklärte Sanders, dass es sich nicht um eine Gegenleistung für die Unterstützung von Hammer gehandelt habe: "Die Presse hat es so dargestellt, als ob meine Aussage ein Gefallen gegenüber Bill sein würde, damit ich meinerseits einen Gefallen fordern könnte. Es fand keine Gegenleistung statt. Ich glaube bloß daran, dass das Windows-Betriebssystem sehr wertvoll für die Industrie ist."

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Smilie 03. Mai 2002

Den haettest Du stecken lassen koennen ... naives Volk Smilie

Nino Botschak 23. Apr 2002

Ja, und die Ossis haben was zum schaffen. So kommen Sie nicht auf dumme Ideen.

blackshark 22. Apr 2002

Wenigstens bringt das Werk Steuereinnahmen und Arbeitsplätze- das ist doch, was zählt...

GeniusEde 21. Apr 2002

Trotzdem müssten wir froh sein das Deutschland solche (Chip-)Werke hat... bei unseren...



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