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Web wird in der Industrie kaum zum Einkauf genutzt

Traditionelle Medien bleiben beim Bestellvorgang unverzichtbar. Die Bedeutung des Internet im professionellen Einkauf nimmt stetig zu, bestätigt eine vom Hamburger Anbieter für digitale Business-Informationen, der Wer liefert was? GmbH, in Auftrag gegebene Untersuchung des Marktforschungsinstitutes Emnid. Die anlässlich der Hannover-Messe vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass das Internet allerdings hauptsächlich zur Information und zum Kontakt eingesetzt wird, sich aber bei der Abwicklung von Geschäften noch nicht durchgesetzt hat.
/ Andreas Donath
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Bereits zum dritten Mal seit September 2000 untersuchte Emnid mit der Studie "Virtuelle B-to-B-Marktplätze" die Akzeptanz des Internets und geschäftlicher Transaktionen über das Web. Befragt wurden 200 Entscheider aus Firmen mit Mitarbeiterzahlen zwischen 6 und 1000. Das Internet hat Einzug in den Berufsalltag gehalten; bei 96 Prozent der Firmen ist das Beschaffungswesen mittlerweile fast vollständig online möglich. Gleichzeitig haben auch Nutzungshäufigkeit und Nutzungserfahrung zugenommen.

Die Schwerpunkte liegen im Bereich Information und Kommunikation. Mittlerweile 31 Prozent der befragten Einkäufer recherchieren hauptsächlich im Netz nach Produkt-Anbietern. Gedruckte Kataloge oder die Recherche auf dem Postweg haben stark an Bedeutung eingebüßt. Auch bei der Kontaktaufnahme mit Anbietern hat das Internet in den vergangenen zwei Jahren einen deutlich höheren Stellenwert gewonnen. Ein Drittel der professionellen Einkäufer greifen gegenwärtig bei der Ansprache möglicher Geschäftspartner auf Online-Medien zurück. Während das Fax in diesem Bereich langsam an Bedeutung verliert, bleibt das Telefon mit 84 Prozent weiter das mit Abstand beliebteste Medium für die Kontaktaufnahme im B-to-B-Umfeld.

Beim Bestellen hat das Fax seine Vormachtstellung behauptet. Mit 96 Prozent nutzen fast alle Einkäufer dieses Medium. Von den Befragten gaben 28 Prozent an, immer häufiger auf die Bestellung per E-Mail zurückzugreifen. Dies geht zu Lasten des Postweges, der deutlich an Stellenwert eingebüßt hat.


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