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Girls' Day - Unternehmen laden Mädchen zum Zukunftstag ein

Schülerinnen am 25. April zum Beschnuppern von Technik-Berufen eingeladen

Am 25. April 2002 findet in ganz Deutschland der an Mädchen der Schulklassen von Stufe 5 bis 10 gerichtete "Girls' Day" statt - für die Teilnahme bekommen die Mädchen schulfrei. An diesem "Zukunftstag" öffnen über 1.000 Betriebe, Forschungseinrichtungen, Rathäuser, Hochschulen und Medienanstalten ihre Türen für mehrere zehntausend Mädchen, um ihnen insbesondere techniknahe Berufsfelder schmackhaft zu machen.

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Zur Teilnahme am "Girls' Day" rufen Bundesregierung, Deutscher Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Bundesanstalt für Arbeit und die Initiative D21 gemeinsam auf. "Wir wollen mit dem Girls' Day gezielt Mädchen für neue und zukunftssichere Berufe, wie z. B. in der IT-Branche, werben", erklärt Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung. "Unser Ziel ist es, das Interesse junger Frauen an technischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungen und Studiengängen deutlich zu steigern. Wir wollen Mädchen und Betriebe bereits vor der eigentlichen Berufsfindungsphase zusammenbringen, dann haben längst überholte Vorurteile keine Chance!"

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Laut dem Aktionsbündnis haben Kommunen, Organisationen und Betriebe inzwischen für den Girls'Day eine breite Palette phantasievoller Aktivitäten vorbereitet, von denen einige auch im Stadtbild zu sehen seien. So beteiligen sich in der Bauhausstadt Dessau in Sachsen-Anhalt allein 26 Betriebe am Girls' Day, in Frankfurt/Oder schmückt das Logo auf Initiative eines Weiterbildungsunternehmens die Straßenbahn, in Aachen und Fulda laufen Plakataktionen in den städtischen Bussen.

"Orientierungs- und Erprobungsphasen für junge Frauen sind wichtig. Sie dürfen aber nicht erst stattfinden, wenn die Frauen der Konkurrenz auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausgesetzt sind", betont die stellvertretende DGB-Vorsitzende Dr. Ursula Engelen-Kefer. Noch immer hätten Frauen in männerdominierten Berufen geringere berufliche Chancen als ihre männlichen Kollegen. "Dies muss sich ändern", so Engelen-Kefer. Die Zahl der Ausbildungsplätze in qualifizierten Berufen müsse weiter ausgebaut und für Frauen geöffnet werden. "Um diese Aufgaben müssen sich Arbeitgeber, Betriebsräte und Kammern gemeinsam kümmern", fordert Engelen-Kefer.

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt ergänzt, dass sich die Wirtschaft nicht länger leisten kann, die Talente erfolgreicher Schulabgängerinnen brachliegen zu lassen. In den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen herrsche ein zunehmender Mangel an qualifiziertem Personal. "Hier bieten sich hervorragende Berufsmöglichkeiten für Frauen", so Hundt.

Für den neuen Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, ist es wichtig, dass Mädchen eine faire Chance bekommen, ihre Interessen und Begabungen für Technik selbst zu entdecken und zu entwickeln: "Wir wollen junge Frauen nicht in technische Berufe drängen, sondern sie bei ihrer Berufwahl so beraten, dass sie sich mit Überzeugung und Selbstbewusstsein für eine nicht alltägliche Berufslaufbahn entscheiden. Und wir müssen Eltern die Angst nehmen, dass ihre Tochter in einem 'Männerberuf' schlechtere Beschäftigungschancen oder Aufstiegsmöglichkeiten haben könnte."

Mit der Koordination der bundesweiten Aktion wurde das Kompetenzzentrum "Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie" in Bielefeld beauftragt. Die Idee stammt aus den USA, wo seit zehn Jahren an jedem letzten Donnerstag im April ein "Take-our-daughters-to-work-day" stattfindet. Amerikanische Schülerinnen besuchen dort den Arbeitsplatz ihrer Eltern oder Bekannten. In Deutschland wird der Schwerpunkt gezielt auf technische und techniknahe Berufe gesetzt. Nach einer erfolgreichen Pilotphase im letzten Jahr soll der Girls' Day nun als jährlich wiederkehrender Aktionstag zur Berufsorientierung von Schülerinnen der Klassen 5 - 10 angeboten werden.

Begleitet wird der Girls' Day durch Informationsmaterialien. Unter der Web-Adresse www.girls-day.de finden Schülerinnen, Eltern und Unternehmen nähere Informationen, darunter auch eine Landkarte mit Informationen zu den regionalen Girls'-Day-Partnern.

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andirola 26. Apr 2002

Ist halt von der von best. Wirtschaftsinteressen beeinflußten Politik hilflose Versuch...

Bernhard 19. Apr 2002

Schon komisch, ich habe nur in Golem davon gehört. Meine Tochter hat noch nicht mal in...

phil 19. Apr 2002

hm. also die arbeitgeber werden sich wohl wenig dabei denken. denke nicht, dass soo viele...

Herb 19. Apr 2002

Frauen in IT-Berufen (oder allgemein: in technischen Berufen) brauchen vor allem eins...

Marcus 19. Apr 2002

als ob es nicht schon genug frauen gäbe die mal gehört haben, das es ganz "schick" ist in...


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