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Studie: Unified Messaging hat glänzende Aussichten

Aggressiveres Marketing für Unternehmenssektor notwendig. Glänzende Entwicklungsperspektiven bescheinigt eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan dem Europamarkt für Unified Messaging (UM) und Unified Communications (UC). Wurden im Jahr 2001 mit UM noch 358,4 Millionen US-Dollar umgesetzt, so wird das Marktvolumen zusammen mit UC bis zum Jahr 2008 auf 4,11 Milliarden US-Dollar ansteigen, wovon dann 105,73 Millionen auf kombinierte Mailboxen entfallen sollen.
/ Andreas Donath
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UM-Anwendungen bieten einen einheitlichen Zugang zu E-Mails, Voice-Mails und Faxen in einer Mailbox. UC als konsequente Weiterentwicklung des UM-Konzeptes ermöglicht zusätzlich zur zeitversetzten auch Echtzeit-Kommunikation. UC wird sich positiv auf das Zusammenwachsen von Mobilfunk und Festnetzen, auf die mobile Internetnutzung und auf die Integration von herkömmlichen und IP-Netzen auswirken.

Das Segment der Unternehmenskunden blieb im Jahr 2001 mit Umsätzen von 129,7 Millionen US-Dollar (800.000 Mailboxen) hinter den Erwartungen zurück. Die Anbieter müssen deshalb ein aggressiveres Marketing betreiben und die Vorteile von UM für die Unternehmen deutlich herausstellen.

Der Markt für UM-Dienste soll von 106,6 Millionen US-Dollar (2001) auf 2,09 Milliarden US-Dollar (2008) zulegen. Hier müssen die Diensteanbieter ihre Aufmerksamkeit allerdings mehr auf spezielle Anwendungen richten als auf das Gesamtkonzept, da die Nutzer kaum komplette UM-Lösungen übernehmen werden. Da die Diensteanbieter ihrerseits nur noch UM/UC-fähige Systeme kaufen, könnte der Markt für entsprechende Plattformen und Lösungen von 122,1 Millionen US-Dollar (2001) auf 1,41 Milliarden US-Dollar (2008) zulegen.

Trotz offensichtlicher Vorteile der Technologie gibt es immer noch viel Unsicherheit hinsichtlich Brauchbarkeit und Nutzen der Produkte für Netzbetreiber, Unternehmen oder Verbraucher. Die daraus resultierende Zurückhaltung sowie mangelnde Kenntnis des Marktes und nicht zuletzt die gesamtwirtschaftliche Lage haben die Entwicklung gegenüber den ersten Erwartungen verzögert.

Mit dem Schritt von UM zu UC entwickelt sich nun allerdings ein Fundament, von dem aus der Markt wirklich florieren kann. Die Echtzeit-Funktionen und die fortgeschrittenen Anwendungen von UC machen das Wertangebot attraktiver, weil dann alle Kommunikationsbedürfnisse in einem Portal vereinigt werden können. Nach Nathan Budd, Research Analyst bei Frost & Sullivan, wird die Entwicklung von UC letztlich zu Personal-Assistant- und Personal-Portal-Anwendungen hinführen.

Für Netzbetreiber und Diensteanbieter ist UM interessant, weil integrierte Kommunikationsanwendungen nicht nur zusätzliche Einkünfte, sondern insbesondere eine stärkere Kundenbindung bringen und Wettbewerbsvorteile durch Differenzierung ermöglichen. Damit lässt sich das Potenzial vorhandener Kundenbeziehungen noch besser erschließen. Dies ist in einem rauer werdenden Klima, in dem die Sättigung bei Festnetz- und Mobilfunkdiensten auf die Gewinne drückt und den Wettbewerb verschärft, von besonderer Bedeutung.

Die Analyse trägt den Titel "Frost & Sullivan's Analysis Of The European Unified Messaging And Communications Market".


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