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EnOcean: Knacksensorik sorgt für Funkübertragung ohne Strom

Wellington Partners finanziert Spin-Off der Siemens AG. Das Münchener Venture-Capital-Unternehmen Wellington Partners beteiligt sich an der ersten Finanzierungsrunde der Münchener EnOcean GmbH. Das im Herbst 2001 gegründete Unternehmen mit heute sechs Mitarbeitern entwickelt und vertreibt Funksensoren, die ihre Energie aus der Umwelt gewinnen.
/ Andreas Donath
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Die zu Grunde liegende Technologie gestattet eine drahtlose Funkübertragung von Informationen bei völliger Wartungsfreiheit, ohne dabei Batterien im Sender zu benötigen. Die Versorgungsspannung für den Betrieb des Senders und die Funkübertragung wird aus dem zu übertragenden Ereignis selbst generiert. So lässt sich beispielsweise bei drahtlosen Lichtschaltern die notwendige Energie zur Übertragung eines Funksignals allein aus dem Drücken des Schalters gewinnen.

Die so genannte Knacksensorik-Technologie entwickelten die EnOcean-Gründer Ende der 90er-Jahre als Mitarbeiter der Siemens AG. Die Siemens AG meldete die Technologie zum Patent an und unterstützte die Firmengründung im Herbst 2001 aktiv durch Einbringung der Patente in die neue Gesellschaft.

Eine maßgebliche Rolle bei der Gründung übernahm der Siemens Technology Accelerator. Geschäftsführer Thomas Lackner erklärt die Beweggründe: "Die EnOcean-Technologie ist eine faszinierende Kombination von Energiewandlung und Funktechnologie, die sich ausgehend vom Markt für Gebäudetechnik in zahlreichen und vielfältigen Anwendungen durchsetzen wird. Um diese Querschnittstechnologie profitabel in den globalen Zielmärkten zu vermarkten, haben wir die Gründung der EnOcean gerne unterstützt. Darüber hinaus können die Komponenten nun auch von verschiedenen Siemens-Bereichen einfach und kostengünstig in wettbewerbsfähige Produkte integriert werden."

Mit der Knacksensorik-Technologie will EnOcean eine Reihe großer Märkte erschließen: Neben der Gebäudetechnik, wo sich bei der Renovierung von Gebäuden bis zu 80 Prozent der Kosten im Vergleich zu herkömmlicher Verkabelung vermeiden lassen, lässt sich die Technologie auch im Schiffbau, der Industriesensorik sowie im Automobilbereich einsetzen.

Wellington Partners investiert in der ersten Finanzierungsrunde gemeinsam mit der Düsseldorfer Venture-Capital-Gesellschaft enjoyventure Management.


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