Abo
  • IT-Karriere:

Test: PalmOS-Smartphone Handspring Treo mit Mini-Tastatur

Treo 180 mit monochromem Touchscreen, Mini-Tastatur und 16 MByte RAM

Seit kurzer Zeit bietet Handspring die PalmOS-Smartphones Treo 180 und 180g über seinen Online-Shop und bei den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn an. Zumindest in den Elektronikmärkten bekommt man das Gerät auch mit einem Mobilfunkvertrag. Der bislang einzig bekannte Kooperationspartner Viag Interkom hat den Treo hingegen noch nicht ins Angebot gehievt. Jetzt trudelte mit dem Treo 180 ein Testgerät mit Mini-Tastatur statt einem für PalmOS-Geräte üblichen Graffiti-Feld in die Redaktion ein und musste seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Besonderes Augenmerk richteten wir auf die Einbindung der Tastatur in das PalmOS sowie die Verknüpfung der PDA-Funktionen mit den Handy-Möglichkeiten.

Artikel veröffentlicht am ,

Treo - Größenvergleich
Treo - Größenvergleich
Der Treo 180 ist eine Mischung aus PDA und Handy, der PalmOS 3.5.H4.0 verwendet, von einem 33-MHz-Dragonball-Prozessor angetrieben wird, großzügige 16 MByte Speicher besitzt und in den Mobilfunknetzen 900 MHz und 1.800 MHz arbeitet. Über ein kostenlos für den Juni angekündigtes Update soll auch ein Betrieb im GPRS-Netz möglich sein. Der drahtlose Datenaustausch geschieht über Infrarot; Bluetooth beherrscht der Treo noch nicht. Hält man das kompakte Smartphone in der Hand, fallen die recht geringen Ausmaße (11 x 6,9 x 1,8 cm) für diesen Gerätetyp positiv auf. Andere Smartphones nehmen hier deutlich mehr Platz ein. Zwar ist der Treo deutlich größer als moderne Mittelklasse-Handys, passt aber dennoch recht bequem in die Hosen- oder Sackotasche und wiegt dabei nur 153 Gramm.

Wenn das Smartphone nicht verwendet wird, schützt ein Klappdeckel mit Sichtfenster den Bildschirm vor Beschädigungen. Das Sichtfenster ermöglicht den Blick auf das komplette Display, so dass man etwa eingehende Anrufe auch bei geschlossenem Gerät erkennt. Zum Einschalten des Treo stehen zwei Möglichkeiten parat: Entweder man klappt den Deckel auf, was einem den Zugang zu Bildschirm und Tastatur gewährt, oder man drückt vor dem Öffnen eine der vier Hardware-Knöpfe respektive den Einschaltknopf. Durch Letzteres schaltet sich das Gerät mit der zuletzt verwendeten Applikation ein, während beim Einschalten durch Öffnen des Deckels immer die Telefon-Applikation gestartet wird. Über die vier Hardware-Knöpfe werden in der Standardkonfiguration gezielt der Browser, die SMS-Software, der Terminkalender oder die Telefon-Applikation gestartet. Palm-Kenner merken schnell, dass Handspring die vier Hardware-Knöpfe von PalmOS anders belegte, um den Telefonfunktionen Rechnung zu tragen.

Mit dem Treo 180 will Handspring vornehmlich Kunden ansprechen, die mit PalmOS bislang nicht in Berührung kamen und mit einem ungewohnten Graffiti-Feld nicht abgeschreckt werden sollen. Bis man das Gerät effektiv bedienen kann, muss man aber auch mit der Tastatur üben, was jedoch leichter fällt als das Erlernen der Graffiti-Bedienung. Mag man sich als eingefleischter PalmOS-Anwender kaum vorstellen, dass diese Tastatur einem Graffiti-Feld gewachsen sein kann, wird man schon während der Einarbeitungszeit eines Besseren belehrt: Die Handspring-Ingenieure haben Tastatur und PalmOS so effektiv verzahnt, dass man auf das Zücken des soliden Metallstifts meist verzichten kann.

Funktion des Sichtfensters
Funktion des Sichtfensters
Die Mini-Tastatur mit QWERTZ-Layout besitzt keine Umlauttasten, so dass die Buchstaben 'ä', 'ö', 'ü' und 'ß' über eine Zusatztaste ausgewählt werden müssen. Will man ein 'ä' eingeben, tippt man ein 'a', gefolgt von der Alt-Taste, woraufhin ein Kontextmenü mit Sonderzeichen erscheint. In diesem Menü ist der Buchstabe 'ä' vorgewählt, so dass man diesen leicht mit einem beherzten Druck auf die Leer- oder Return-Taste auswählen kann, was damit leichter fällt als man zunächst meinen möchte. Analog dazu verfährt man bei den übrigen Umlauten, wobei man über die Alt-Taste auch Sonderzeichen aus anderen Sprachkreisen erreicht.

Test: PalmOS-Smartphone Handspring Treo mit Mini-Tastatur 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 319,00€
  2. 259,00€ (mit Masterpass nochmals 15€ günstiger)
  3. 279,00€ (mit Masterpass nochmals 15€ günstiger)

Daniel Bussmann 30. Jan 2003

Fortsetzung (vgl. Mail vom 28.1.03): Auf weiteres Anfragen bei Orange Schweiz erhalte...

Daniel Bussmann 28. Jan 2003

Ich habe seit kanpp 4 Monaten einen Treo 270 mit Vertragsbindung bei Orange Schweiz und...

Rainer 22. Apr 2002

Habe eine Treo 180 mit keyboard seit rund 4 Wochen im Einsatz. Bericht ist sehr...

Andi 18. Apr 2002

Sehr guter Bericht danke. Mit dem Fazit "durchdachtes Smarthphone..."bin ich aber nicht...

ip (Golem.de) 16. Apr 2002

Danke für den Hinweis. Die entsprechende Information wurde bereits Montag Nachmittag...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Hands on

Das P30 Pro ist Huaweis jüngstes Top-Smartphone, das erstmals mit einem Teleobjektiv mit Fünffachvergrößerung kommt. Im ersten Kurztest macht die Kamera mit neu entwickeltem Bildsensor einen guten Eindruck.

Huawei P30 Pro - Hands on Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Heimautomatisierung Wäschefaltroboter-Hersteller Seven Dreamers ist insolvent
  2. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  3. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

Jobporträt: Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
Jobporträt
Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht

IT-Anwalt Christian Solmecke arbeitet an einer eigenen Jura-Software, die sogar automatisch auf Urheberrechtsabmahnungen antworten kann. Dass er sich damit seiner eigenen Arbeit beraubt, glaubt er nicht. Denn die KI des Programms braucht noch Betreuung.
Von Maja Hoock

  1. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  2. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  3. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

    •  /