Test: PalmOS-Smartphone Handspring Treo mit Mini-Tastatur

Für das eigentliche Telefonieren bietet der Treo drei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man sich das Smartphone bei geöffnetem Deckel ans Ohr halten, was sogar erträglich ist, weil das leichte Gerät gut in der Hand liegt. Da der Treo keinen Knopf zum Aufklappen des Deckels besitzt, benötigt man meist beide Hände zum Öffnen der Treo-Klappe, was einen eingehenden Anruf automatisch entgegen nimmt. Nach einiger Übung und mit einigem Geschick bekommt man es aber irgendwann hin, den Treo auch einhändig zu öffnen. Das Drücken der "Hoch-Taste" vor dem Öffnen der Klappe weist den Anrufer ab. Zum Beenden eines Anrufs und zum Ausschalten des Geräts genügt es, den Treo zu schließen. Zudem beherrscht der Treo eine Freisprechoption, bei der das geöffnete Gerät etwa auf einen Tisch oder aber auch auf das Armaturenbrett eines PKWs gelegt werden kann, um bequem freihändig und verständlich zu telefonieren. Will man vermeiden, dass andere Ohren die Gespräche mithören, kommt das mitgelieferte Headset zum Einsatz, das über die Headset-Buchse angeschlossen wird. Bei der Verwendung des Headsets vermissten wir eine fehlende Sprachanwahl, was heutzutage jedes Mittelklasse-Handy beherrscht. Trägt man also den Treo in der Tasche und hat das Headset im Ohr, lassen sich Anrufe entgegennehmen, es fehlt aber die Möglichkeit jemanden anzurufen, ohne das Gerät dafür in die Hand zu nehmen.

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Treo 180 geöffnet
Treo 180 geöffnet
Eingehende Anrufe signalisiert der Treo entweder durch Klingeltöne oder einen eingebauten Vibrationsalarm. Zwischen diesen beiden Betriebsmodi wechselt bequem ein Schiebeschalter am Gerät. Leider kennt der Treo nur zwei verschiedene Lautstärke-Einstellungen bei den Klingeltönen, was für diese Preisklasse ungenügend ist. Bei allen eingehenden Anrufen schaltet sich zudem die Display-Beleuchtung ein, damit ein Anrufer auch in dunkler Umgebung erkannt werden kann. Außerdem macht der Treo so lautlos auf Anrufe aufmerksam, wenn weder Vibrationsalarm noch Klingeltöne aktiviert sind. Begeistern die Klingeltöne mit nur zwei Lautstärkestufen schon nicht, enttäuscht der Vibrationsalarm vollends: Den viel zu schwachen Vibrationsalarm bemerkt man bei eingehenden Anrufen so gut wie nie, selbst wenn man das Gerät direkt am Körper trägt. Dafür tönt die Vibration so laut, dass man diese in ruhiger Umgebung laut und vernehmlich hört, was nicht der Sinn eines Vibrationsalarms ist.

Zum Anmelden im Handy-Netz verwendet man den Ein-Aus-Schalter, der damit dreifach belegt ist: Ein einfacher Druck schaltet den PDA ein oder aus, während der Knopf für die An- oder Abmeldung in ein GSM-Netz länger gedrückt werden muss. Betätigt man den Knopf zweimal schnell hintereinander, schaltet dies die Hintergrundbeleuchtung des Displays um. Letzteres erfordert immer wieder sehr viel Geschick und geht auch nach viel Übung alles andere als leicht von der Hand, so dass das manuelle Zuschalten der Beleuchtung schnell zum Geduldsspiel wird. Eine LED signalisiert durch ein grünes Blinken, dass Kontakt zu einem Funknetz besteht. Befindet man sich gerade in einem Funkloch, blinkt die LED rot. Mit gleicher Farbe und schnellerem Takt leuchtet die LED, wenn sich die Akkukapazität dem Ende neigt.

Durch den Treo ist Palm nun nicht mehr der einzige Hersteller, der in seinen Geräten ein kleineres Display verbaut. Auch Handspring verwendet im Treo ein Display mit 16 Graustufen und einer Auflösung von 160 x 160 Bildpunkten, das von der Größe dem der m100er-Reihe von Palm entspricht. Dennoch bleiben Schrift und Symbole auf dem kontrastreichen Display gut lesbar, auch wenn die Bildschirm-Qualität nicht an hochwertige Displays wie etwa im Visor Edge, Visor Pro oder Palm m500 heranreicht. Die geringen Display-Ausmaße ermöglichten Handspring aber, ein entsprechend kleines Gerät zu bauen. Für das kleine Gehäuse wurde auch die Erweiterungsoption geopfert, so dass die Treo-Geräte keinen von den Visor-Modellen bekannten Springboard-Steckplatz besitzen. Unverständlich bleibt, warum Handspring auch auf die Integration eines anderen, kleineren Erweiterungs-Steckplatzes wie etwa SD-Card oder Memory Stick verzichtet hat.

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Daniel Bussmann 30. Jan 2003

Fortsetzung (vgl. Mail vom 28.1.03): Auf weiteres Anfragen bei Orange Schweiz erhalte...

Daniel Bussmann 28. Jan 2003

Ich habe seit kanpp 4 Monaten einen Treo 270 mit Vertragsbindung bei Orange Schweiz und...

Rainer 22. Apr 2002

Habe eine Treo 180 mit keyboard seit rund 4 Wochen im Einsatz. Bericht ist sehr...

Andi 18. Apr 2002

Sehr guter Bericht danke. Mit dem Fazit "durchdachtes Smarthphone..."bin ich aber nicht...

ip (Golem.de) 16. Apr 2002

Danke für den Hinweis. Die entsprechende Information wurde bereits Montag Nachmittag...



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