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JoWooD mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Schwacher Absatz von "World War 3" belastet das Ergebnis. Die an der Wiener Börse notierte JoWooD Productions Software AG hat im Geschäftsjahr 2001 den Umsatz um 156 Prozent auf 41,6 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT hingegen erreichte nur 0,1 Millionen Euro und blieb damit unter dem Vorjahresniveau.
/ Jens Ihlenfeld
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Das Konzernergebnis liegt mit 2,2 Millionen Euro um 40 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erwartungen des Unternehmens konnten allerdings nicht ganz erfüllt werden.

Diese Abweichung liegt einerseits in den mäßigen Verkäufen des Spiels "World War 3" begründet, das nach den Ereignissen des 11. September 2001 verschoben werden musste, andererseits führte die Akquisition von Leisuresoft konsolidierungsbedingt zu einer Umsatzverschiebung ins laufende Geschäftsjahr. Auf Grund von Liquiditätsschwierigkeiten bei ihrem bisher größten Kunden (Libro) verzeichnete die Vertriebstochter Dynamic Systems Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Dabei handelt es sich allerdings ebenso wie bei der Integration der Leisuresoft um einen Einmaleffekt, der zu keiner Belastung des Geschäftsjahres 2002 führen soll.

Im Jahr 2001 wurde vor allem die internationale Expansion des Unternehmens vorangetrieben. Wurden im vergangenen Jahr noch mehr als 85 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschsprachigen Raum erzielt, so gewann das nicht deutschsprachige Ausland im Berichtszeitraum an Bedeutung und stieg auf deutlich über 40 Prozent.

Auf Basis des aktuellen Geschäftsverlaufs zeichne sich zudem für das Geschäftjahr 2002 ein starker Anstieg bei Umsatz und Ertrag ab. Das neue Jahr 2002 soll dabei im Zeichen einer forcierten Produktpolitik stehen. Die in Entwicklungsprojekte investierten Mittel aus dem Börsengang sollen in diesem Jahr wesentlich zur Steigerung der Releaseanzahl beitragen.


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