Cray bringt 224-Gigabyte-Cache für Supercomputer
Damit sei man mindestens 800-mal schneller als die 10 bis 100 MByte Daten pro Sekunde verarbeitenden Festplattenserver, die man zudem noch an den SSD anschließen könne. Zur Veranschaulichung der in der Forschung eingesetzten Technik nennt Cray, dass 27 Kopien des menschlichen Genoms in ein SSD passen, während der Datendurchsatz die Verarbeitung von 100 menschlichen Genomen pro Sekunde erlaube. Die Cray-SV1-Supercomputer-Serie besitzt bereits 32 GByte große Hauptspeicher, insgesamt ergibt sich damit ein Viertel Terabyte sehr schneller Speicher.
"Mit dem neuen SSD-System können Supercomputer der Cray SV1 Serie extrem große, datenintensive Probleme mit bisher unerreichter Geschwindigkeit, Nutzen und Kosteneffektivität handhaben" , so Jerry Loe, Cray Vice President of Worldwide Sales and Service. Die Einsatzgebiete liegen dabei hauptsächlich in den Bereichen Bioinformatik, Automobil und Raumfahrt.
Laut Jef Dawson, Cray-Manager für Bioinformatik-Entwicklung und -Marketing, würde die breit eingesetzte Automobil-Anwendung MSC/Nastran mit SSD deutlich 2,5-mal schneller laufen. Ähnliches gelte für Anwendungen, deren Daten die Kapazitäten des Prozessorkerns sprengen würden. "Man kann das SSD als die weltgrößten Cache-Speicher oder den weltgrößten I/O-Buffer beschreiben. Egal wie, es bietet der Welt eine neue Möglichkeit" , so Dawson.
Angaben zum Preis der Solid State Disk mit den beachtlichen Daten machte Cray nicht. Vermutlich, weil der Preis ebenso beachtlich – aber berechtigt – sein wird.
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