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Einheitliches europaweites Netzwerk für Automobilbranche

mtG Darmstadt richtet erstes Testlabor für Branchennetzwerk ENX ein. Die europäische Autobranche wächst zusammen. Am 15. Juni 2000 haben dreizehn Automobilhersteller und Zulieferer aus sechs Ländern und vier nationale Verbände das rechtliche Dach von ENX geschaffen. ENX steht für European Automotive Network eXchange und unterstützt die Automobilhersteller dabei, Geschäftsabläufe durch firmenübergreifende und durchgängige Prozessketten zu optimieren.
/ Andreas Donath
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Im gleichen Schritt hat sich die Non-Profit-Organisation ENX Association (ENXA) konstituiert, um die Verbreitung des Business-to-Business-Netzwerks weltweit voranzutreiben. Der Sitz der Gesellschaft ist in Boulogne-Billancourt, Frankreich. Zu den Mitgliedern zählen Anfac, Audi, BMW, Bosch, DaimlerChrysler, Fiat, Ford, Galia, Karman, MAN, Opel, PSA, Porsche, Renault, Siemens, SMMT, VDA, Volvo und Volkswagen. Das Darmstädter Softwareunternehmen media transfer GmbH richtet im Auftrag des ENX ein Testlabor für die großen europäischen Netzbetreiber ein. Von der media transfer GmbH werden die verschiedenen Endgeräte geprüft und zertifiziert, damit die Teilnehmer des Branchennetzwerkes abgesichert miteinander kommunizieren können. "Vor allem aber sorgen wir für die notwendige Sicherheitstechnologie in den Datennetzwerken" , erklärte Dr. Hans-Detlef Schulz, Geschäftsführer von mtG.

Unter der Federführung des VDA sind in Deutschland unter anderem Audi, BMW, Bosch, DaimlerChrysler, Fiat, Ford, MAN, Michelin, Opel, Porsche, Renault, Siemens, Volvo und VW an dem ENX-Projekt beteiligt. Die Branchenplattform soll dabei helfen, den Datenfluss und somit Produktionszyklen zwischen Herstellern, Zulieferbetrieben und Partnern erheblich zu verkürzen.

Aufgabe der media transfer GmbH ist es, das von der Automobilindustrie geforderte Sicherheitsniveau in konkrete technische Beschreibungen umzusetzen und zu testen, dass alle eingesetzten Geräte auf diesem Sicherheitsniveau miteinander kommunizieren können. Als erster deutscher Service-Provider wird die Deutsche Telekom AG dem europäischen Branchennetz ihre Kommunikationsplattform bereitstellen.

Alle Partner des ENX-Netzwerks können auf eine einheitliche Netzwerkarchitektur zugreifen, auch eigene Daten einspeisen. Die Beteiligten haben auch die Möglichkeit, in geschlossenen Benutzergruppen – VPN (Virtual Private Networks) – zu kommunizieren. Die VPNs werden über den Internet Security Standard IPSec realisiert. IPSec ist der einzige Sicherheitsstandard, der Authentifizierung, Integrität und Daten-Vertraulichkeit sowie umfassenden Sicherheitsschutz bietet.


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