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VPVision - Open-Source Videorekorder-Software von On2

Erste Vorabversion zum Download für experimentierfreudige Windows-Nutzer. On2 Technologies hat bereits seine VP3-Kompressionstechnik unter Open Source gestellt, nun bietet der Kompressions-Entwickler noch die passende PVR-Software (Personal Video Recording) dazu: Mit der lizenzfreien Open-Source-Software VPVision lässt sich ein PC mit TV-Tuner oder Videocapturing-Hardware als digitaler Videorekorder inklusive Funktionen wie gleichzeitiger Aufnahme und zeitversetzter Wiedergabe ("Time-Shifting") nutzen.
/ Christian Klaß
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Bisher gibt es die Software nur als Vorabversion zum Testen für Windows-PCs, der Quellcode soll in Kürze freigegeben werden. Ähnlich wie einige kommerzielle Softwarelösungen erlaubt VPVision die Echtzeit-Kompression der von TV-Tuner- und Videocapturing-Hardware digitalisierten analogen Videodaten. Als Quellen können hier beispielsweise Fernsehsignal, Videorekorder oder Camcorder dienen.

VPVison erlaubt die Aufzeichnung und Wiedergabe. Zum Bearbeiten der aufgezeichneten Videos kann jede Videoediting-Software genutzt werden, die mit externen Videocodecs arbeiten kann. Die Software unterstützt – wie es sich für einen Digitalvideorekorder gehört – auch die zeitgesteuerte Aufzeichnung. Allerdings muss bei der TV-Tuner-Karte der Sender dann schon voreingestellt sein. Aufgezeichnet werden kann auf Festplatte, aber auch externe Medien, solange sie schnell genug sind.

Die Vorabversion von VPVision beschränkt die Aufzeichnung allerdings noch auf eine Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten bei 30 Bildern/Sekunde – eine niedrigere oder höhere Auflösung sowie mit unterschiedlichen Kompressionsstufen (zwar schon im Menü vorhanden aber deaktiviert) ist noch nicht möglich. Die Ton-Aufzeichnung – die Kompression erfolgt übrigens im freien Ogg-Vorbis-Format – beschränkt sich derzeit auf einen Kanal (Mono). Auf vielen Rechnern sollen zudem nach den ersten 10 Minuten noch Audio-Synchronisationsprobleme hinzukommen.

Für die ruckelfreie Aufzeichnung in 320 x 240 Bildpunkten bei 30 Bildern/s soll derzeit noch ein Pentium 4 oder Athlon XP erforderlich sein, später soll auch ein Pentium-III-Prozessor mit 600 MHz Taktfrequenz oder ein vergleichbarer Prozessor ausreichen.

Mit VPVision erzeugte ".VP3"-Dateien können auch im Windows Media Player abgespielt werden, es muss lediglich der entsprechende VP3-Codec installiert sein.

Die noch problembehaftete Vorabversion eignet sich derzeit hauptsächlich für Experimentierfreudige. Spätere Versionen sollen jedoch insbesondere diejenigen Anwender ansprechen, die laut On2 nie gedacht hätten, dass man mit dem PC Videos aufzeichnen und betrachten kann. Von Linux- oder MacOS-Versionen hat On2 zwar noch nichts verlauten lassen, da in Kürze der Quellcode vorliegen soll, dürfte dies jedoch für Programmierer keine allzu große Hürde darstellen.


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