GNUNet: Filesharing der nächsten Generation?
Mittlerweile haben sich die Entwickler dem GNU-Projekt angeschlossen und ihre Software in GNUNet umgetauft. Derzeit steckt diese aber noch in der Betaphase und liegt in der Version 0.3.2 vor, die unter Linux sowie FreeBSD, OpenBSD und NetBSD lauffähig ist.
GNUNet verspricht eine anonyme Kommunikation, deren Teilnehmer nicht von Dritten identifiziert oder eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger hergestellt werden kann, da diese über verschiedene Intermediäre führen kann. Zudem versprechen die Entwickler eine geheime Kommunikation, d.h. nur der Empfänger kennt den empfangenen Inhalt, Intermediäre oder Sender hingegen nicht. Sie soll vor allem die Risiken für Anbieter von Inhalten verringern. Diese Sicherheit soll auch dann gewährleistet bleiben, wenn einige oder alle an der Kommunikation teilnehmenden Systeme "faul" sind und die Verbindungen aufzeichnen.
Zudem basiert GNUNet auf einem sozialen ökonomischen Modell. Jeder Netzknoten bildet sich dabei eine "Meinung" über alle anderen Knoten, mit denen er Kontakt hat. Auf Basis dieser Einschätzung entscheiden die Knoten dann, welche Anfragen sie bearbeiten, sofern die Kapazitäten knapp werden.
Die Entwicklung von GNUNet steht noch recht weit am Anfang, dennoch steht eine lauffähige Version für Linux und BSD zur Verfügung. Zur Bedienung gibt es neben Kommandozeilentools mit GNUNet-GTK auch ein grafisches Frontend.