Greenpeace startet E-Mail-Aktion zur Urwaldrettung
Über den Schutz der weltweiten Urwälder berät die sechste UN-Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention, die am kommenden Sonntag, den 7. April 2002 in Den Haag beginnt. Nur wenn die Industrieländer(öffnet im neuen Fenster) mit konkreten finanziellen Angeboten nach Den Haag reisen, um den Urwaldschutz und die Entwicklung nachhaltiger Nutzungskonzepte umzusetzen, werden auch die Entwicklungsländer zu Zusagen bereit sein, so Greenpeace.
"Da Deutschland als Holzimportland die Rodung der letzten Urwälder mitzuverantworten hat, erwarten wir von Schröder konkrete finanzielle Angebote an die internationale Staatengemeinschaft. Diese Forderung kann ab heute jeder mit einer Mail an den Kanzler unterstützen" , so Martin Kaiser, Greenpeace-Urwaldexperte.
Im März hatte der für Wald zuständige Parlamentarische Staatssekretär des Bundesverbraucherschutzministeriums, Matthias Berninger, auf dem UN-Waldforum in New York erklärt, dass die Entwicklungsländer ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung den Schutz der Wälder nicht gewährleisten könnten. Er kündigte Initiativen der Bundesregierung an.
Greenpeace fordert von den Industrieländern 17 Milliarden Euro pro Jahr für den Urwaldschutz. Davon müsste Deutschland 1,7 Milliarden Euro bereitstellen. Diese sollten zu einem Teil direkt von Staat und Wirtschaft in einen globalen Urwald-Fond eingezahlt werden. Außerdem sollen urwaldschädliche Subventionen und Kredite umgeleitet werden in ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklungsprojekte.
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