Abo
  • Services:

Gericht: KaZaA nicht verantwortlich für seine Nutzer

Urheberrechtsorganisationen unterliegen KaZaA in zweiter Instanz

KaZaA BV hat in zweiter Instanz gegen die klagenden niederländischen Musik-Verwertungsgesellschaften Buma/Stemra gewonnen. Das Amsterdamer Bezirksgericht befand Ende November 2001 in erster Instanz den Filesharing-Dienst noch für schuldig, Urheberrechte der von der Buma/Stemra vertretenen Künstler zu verletzen und verlangte, dass KaZaA Maßnahmen treffen müsse, um die Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden.

Artikel veröffentlicht am ,

Nutzer der KaZaA-Software sind in der Lage, Dateien über das Internet zu tauschen, urheberrechtlich geschützte Dateien mit eingeschlossen. Das Amsterdamer Berufungsgericht entschied nun, dass KaZaA nicht für die Aktivitäten seiner Nutzer verantwortlich ist: "KaZaA hat das Urteil des Bezirksgerichts, welches vorläufig feststellte, dass KaZaA dem Urheberrecht zuwiderhandelt, rechtskräftig angefochten. Sofern irgendwelche verletzende Nutzung mittels KaZaA stattfindet, werden diese Taten durch die Nutzer verübt und nicht durch KaZaA", so das Urteil des Gerichts. Das Berufungsgericht erklärte: "Es ist nicht korrekt, dass (...) KaZa's Computer-Programm ausschließlich für das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken genutzt werden könne."

Stellenmarkt
  1. Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH, Tettnang
  2. Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen

KaZaA BV sieht das Urteil des Berufungsgerichts als einen großen Fortschritt in der Entwicklung des Internets. "Dies ist nicht nur ein wichtiger Sieg für KaZaA, sondern für das ganze Internet", so KaZaA-CEO Niklas Zennstrom. Angesichts des Urteils sei klar, dass Entwickler von Technik nicht dafür verantwortlich gemacht werden können, was andere damit tun, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Für KaZaA BV kommt der Erfolg allerdings zu spät, denn auf Grund des Urteils vom November 2001 sah sich das niederländische Unternehmen im Januar 2002 gezwungen, seinen Filsharing-Dienst KaZaA.com an das privat gehaltene australische Unternehmen Sharman Networks zu verkaufen. "Ich habe dieses Urteil mit gemischten Gefühlen empfangen. Sicherlich kommt es zu spät für KaZaA BV. Es ist zu hoffen, dass solche Organisationen wie die Buma/Stemra zur Besinnung kommen und die rechtlichen Kämpfe gegen Peer-to-Peer-Filesharing-Technik stoppen", ergänzte Zennstrom.

Weiterhin im Besitz von KaZaA BV (bzw. dessen Schwesterunternehmen Fasttrack) ist jedoch die Filesharing-Technik, die von KaZaA, Grokster und - bis Anfang März 2002 auch von Musiccity (Morpheus) - eingesetzt wurde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 105€ (Vergleichspreis ab € 119,90€)
  2. (-80%) 1,99€
  3. 13€
  4. 34,99€ statt 59,99€ (neuer Tiefpreis!)

Folgen Sie uns
       


Dirt Rally 2.0 angespielt

In Köln konnten wir das nahezu fertige Dirt Rally 2.0 ausführlich anspielen und mit den Entwicklern reden.

Dirt Rally 2.0 angespielt Video aufrufen
Magnetfeld: Wenn der Nordpol wandern geht
Magnetfeld
Wenn der Nordpol wandern geht

Das Erdmagnetfeld macht nicht das, was Geoforscher erwartet hatten - Nachjustierungen am irdischen Magnetmodell sind erforderlich.
Ein Bericht von Dirk Eidemüller

  1. Emotionen erkennen Ein Lächeln macht noch keinen Frohsinn
  2. Ökostrom Wie Norddeutschland die Energiewende vormacht
  3. Computational Periscopy Forscher sehen mit einfacher Digitalkamera um die Ecke

Elektromobilität: Der Umweltbonus ist gescheitert
Elektromobilität
Der Umweltbonus ist gescheitert

Trotz eines spürbaren Anstiegs zum Jahresbeginn kann man den Umweltbonus als gescheitert bezeichnen. Bislang wurden weniger als 100.000 Elektroautos gefördert. Wenn der Bonus Ende Juni ausläuft, sind noch immer einige Millionen Euro vorhanden. Die Fraktion der Grünen will stattdessen Anreize über die Kfz-Steuer schaffen.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Nissan x Opus Concept Recycelte Autoakkus versorgen Campinganhänger mit Strom
  2. NXT Rage Elektromotorrad mit Kohlefaser-Monocoque vorgestellt
  3. Elektrokleinstfahrzeuge Verkehrsminister Scheuer will E-Scooter zulassen

Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
Mac Mini mit eGPU im Test
Externe Grafik macht den Mini zum Pro

Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
  2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

    •  /