Vergleichstest: Mini-MP3-CD-Spieler von Waitec und Freecom
Im Praxis-Test ließ sich das Gerät allerdings doch des Öfteren aus der Ruhe bringen, beim Joggen etwa muss man schon sehr ruhig laufen, um keine Sprünge zu provozieren. Auch die Batterielaufzeit blieb in der Praxis deutlich unter den vom Hersteller angegebenen zwölf Stunden. Die zwei (empfohlenen) Duracell-AA-Batterien brachten es nur auf rund zehn Stunden Spielzeit.
Das Gerät verfügt neben den grundlegenden Bedienelementen und verschiedenen Wiedergabemodi (Wiederhol- und Zufallswiedergabe) über einen Equalizer mit den vier Modi Normal, Jazz, Rock und Classic sowie über einen Bass Boost zur Anhebung der Basstöne. Die Lautstärke wird per Dreh-Regler eingestellt.
Zwar verfügt der Beatman II über ein Display am Gerät, auf diesem werden allerdings nur Titel-Nummer und Länge der Tracks angezeigt. ID3-Tags unterstützt der Player nicht, so dass man leider keinerlei Informationen über Künstler und Songnamen erhält und damit auf die Vorzüge von MP3-Dateien verzichten muss. Mit seinen Abmessungen von 103 x 95 x 29 mm ist das Gerät angenehm kompakt, das Gewicht von 158 Gramm fällt ebenfalls angenehm niedrig aus.
Zum Lieferumfang gehören MX-300-Kopfhörer von Sennheiser, zwei Duracell-Ultra-M3-Batterien, eine bespielte Mini-CD und ein Freecom-MiniCD-R-Rohling, der über eine Kapazität von 185 MB verfügt, was etwa für drei bis vier Stunden MP3-Musik in 128-kbps-Qualität genügt. Unterstützt werden Bitraten von 32 bis 320 Kbps.
Zudem ist in der Packung ein Handbuch, ein Netzteil sowie die Music-Match-Software enthalten, die zur Erstellung von MP3-Dateien genutzt werden kann. Der Player spielt neben MP3 auch normale Audio-CDs ab, wobei dann allerdings nur etwa 21 Minuten Musik auf eine Mini-CD passen.
Das Gerät ist zum Preis von 169,- Euro im Handel erhältlich.
Der Anti-Schockpuffer des Hip Hop beträgt ebenso 480 Sekunden, allerdings hat der Player ebenso wie der Beatman II bereits bei leichten Erschütterungen oft das Problem, den Datenfluss nicht aufrechterhalten zu können. Während der Hip Hop neben dem Kopfhörerausgang einen separaten Line-Out-Anschluss besitzt, kombiniert dieses der Beatman II in seinem Kopfhörerausgang; zur Nutzung der Line-Out-Funktion wird ein spezielles Kabel zum Preis von 3,- Euro benötigt.
Leider besitzt der Hip Hop kein Display am Gerät. Stattdessen gibt es eine zwischen Kopfhörer und Player zwischensteckbare Fernbedienung, auf deren Display dann sämtliche Informationen angezeigt werden. Da der Hip Hop im Unterschied zum Freecom-Player ID3-Tags unterstützt, werden auch Informationen über Interpret und Songtitel angezeigt. Seltsamerweise ließ sich das Gerät nicht über die Fernbedienung einschalten. Erst nachdem der Play-Knopf am Hip Hop gedrückt wurde, konnte die Fernbedienung genutzt werden.
Auch der Player von Waitec unterstützt Bitraten von 32 bis 320 Kbps, wobei ihm auch variable Bitraten keine Schwierigkeiten bereiten. Der Equalizer verfügt über die fünf Modi Classic, Pop, Jazz, Rock und Normal. Wie beim Beatman II werden auch hier eine Wiederhol- und Zufallswiedergabe der Titel ermöglicht.
Neben der Fernbedienung, den Akkus und dem Ladegerät gehören zum Lieferumfang noch ein Kopfhörer, ein Handbuch, ein Audio-Kabel sowie ein CD-R-Rohling. Eine Software zur MP3-Konvertierung fehlt. Der Hip Hop kostet mit einem Preis von 136,- Euro deutlich weniger als der Beatman II.
Beiden Playern gemeinsam ist der nicht sonderlich schnelle Titel-Zugriff. Sowohl beim Einlesen der CDs als auch beim Vor- und Zurück-Springen der Titel vergeht teils doch beträchtlich viel Zeit.
Kommentar:
Wer die Anschaffung eines Mini-CD-Players plant, liegt sowohl mit dem Beatman II als auch mit dem Hip Hop nicht falsch. Für das Gerät von Waitec spricht das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, da man hier für weniger Geld zusätzlich Akkus, eine Fernbedienung und ID3-Unterstützung erhält. Der Beatman hingegen trumpft mit weitaus längerer Laufzeit auf Grund größerer Batterien und einem am Gerät befindlichen Display auf.
Nachtrag:
Irrtümlich gaben wir im Text an, dass der Freecom Beatman II keine Zufallswiedergabe besitzt. Auch einen Line-Out-Anschluss ließen wir unerwähnt. Allerdings ist Letzterer mit dem Kopfhörerausgang kombiniert und benötigt zur Nutzung einen separaten Adapter, für den Freecom 3,- Euro verlangt.



