Abo
  • Services:
Anzeige

"New AtheOS": Linux und AtheOS als Chance für BeOS-Fans

Wenn AtheOS auf Linux läuft und BeOS-Programme ausführt

Der Entwickler Bill Hayden hat Teile des technisch mit BeOS sehr ähnlichen Open-Source-Betriebssystems AtheOS auf den Linux-Kernel 2.4.x aufgesetzt - als Bedienoberfläche wird die von AtheOS und nicht X11 verwendet. Da das derzeit noch als "New AtheOS" bezeichnete Projekt zudem die AtheOS- und die BeOS-API verschmilzt, werden dadurch BeOS-Programme ausführbar.

Während der modulare AtheOS-Kern zwar modernen Multithreading-Support bietet, fehlen aber einige Dinge, die Linux bereits bietet - insbesondere eine weitreichende Unterstützung verschiedener Hardware-Komponenten. "New AtheOS" soll davon profitieren und dennoch eine eigene, ausgefeilte Bedienoberfläche mit sich bringen.

Anzeige

Die AtheOS-Bedienoberfläche wird ähnlich wie bei BeOS von einem Application Server verwaltet, der ausgiebigen Gebrauch von Multithreading macht und zudem Funktionen wie Drag & Drop, eine Zwischenablage und andere Formen der High-Level-Kommunikation zwischen Anwendungen bietet. Durch die Verschmelzung mit der BeOS-API - wobei bei gleichen Funktionen die Semantik von BeOS bevorzugt wurde - sollen sich bestehende AtheOS-Programme nach Neukompilieren mit nur minimalen Code-Änderungen unter New AtheOS ausführen lassen.

Die New AtheOS-API soll hingegen so auf BeOS-Programme angepasst werden, dass diese weitgehend ohne Veränderungen neukompiliert werden können sollen. Besondere Probleme bereiteten Hayden dabei die BeOS-Applikationen OpenTracker und der Deskbar Desktop Manager (vergleichbar mit der Taskleiste von Windows): "Ich warte mit der Veröffentlichung bis ich OpenTracker und Deskbar erfolgreich kompilieren und ausführen kann. Sie benutzen fast jedes veraltete und alberne BeOS-Konstrukt, das es gibt. Kurt [Kurt Skauen, der AtheOS-Entwickler. Anmerkung der Redaktion] hat nicht gelogen als er sagte es würde ein Alptraum sein sie zu portieren." Allerdings mache er einen "Anti-Port": Wenn einige BeOS-Anwendungen nicht kompilieren, verändert Hayden die API, damit sie das Programm unterstützt, um damit möglichst hohe Kompatibilität zu erreichen. Eines der ersten BeOS-Programme, die Hayden unter New AtheOS zum Laufen brachte, ist Pulse.

Noch hat Bill Hayden seine AtheOS-Abspaltung ("fork") also nicht veröffentlicht, da er noch für unbestimmte Zeit daran feilen will. Auch der endgültige Name soll erst bekannt gegeben werden, wenn er Namen und Domains auf Verfügbarkeit abgeklopft hat. Bereits unterstützt würden jedoch neben der x86- auch die PowerPC-Architektur, so dass auch Mac-Nutzer von dem Projekt profitieren. New AtheOS ist zudem kompatibel zum Compiler GCC 3.0.x. Noch nicht angefangen hat Hayden mit der Unterstützung für Drucken, Multimedia und Replicants.

Bei AtheOS selbst hat sich in den letzten fünf oder sechs Monaten nicht viel Neues ergeben. Ob Hayden jeden AtheOS-Fan von seinem Projekt wird begeistern können, ist fraglich. Hayden schreibt in seiner New AtheOS Ankündigung selbst dazu: "Ich habe es in einige sehr neue Richtungen entwickelt. Ich sollte Euch warnen, dass einige von Euch die Änderungen lieben werden und dass einige von Euch vermutlich fühlen, dass der 'Traum' von AtheOS verraten wurde."


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel (Home-Office)
  2. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund
  3. Zurich Gruppe Deutschland, Bonn
  4. Remira GmbH, Bochum


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan Blu-ray 9,97€, Deadpool Blu-ray 8,97€, Fifty Shades of Grey Blu-ray 11,97€)
  2. (u. a. Game of Thrones, Big Bang Theory, The Vampire Diaries, Supernatural)

Folgen Sie uns
       

  1. PM1643

    Samsung liefert SSD mit 31 TByte aus

  2. Spielebranche

    Innogames wächst weiter stark mit Free-to-Play

  3. HP Omen X VR im Test

    VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken

  4. Google

    Deep-Learning-System analysiert Augenscans nach Krankheiten

  5. Smartphone-Tastatur

    Nuance stellt Swype ein

  6. Homebrew

    Bastler veröffentlichen alternativen Launcher für Switch

  7. Telekom

    15 Millionen Haushalte sollen 2018 Super Vectoring erhalten

  8. Windows Phone 7.5 und 8.0

    Microsoft schaltet Smartphone-Funktionen ab

  9. Raja Koduri

    Intel zeigt Prototyp von dediziertem Grafikchip

  10. Vizzion

    VW zeigt selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

Fujitsu Lifebook U727 im Test: Kleines, blinkendes Anschlusswunder
Fujitsu Lifebook U727 im Test
Kleines, blinkendes Anschlusswunder
  1. Palmsecure Windows Hello wird bald Fujitsus Venenscanner unterstützen
  2. HP und Fujitsu Mechanischer Docking-Port bleibt bis 2019
  3. Stylistic Q738 Fujitsus 789-Gramm-Tablet kommt mit vielen Anschlüssen

Kingdom Come Deliverance im Test: Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende Klingen
Kingdom Come Deliverance im Test
Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende Klingen
  1. Kingdom Come Deliverance Von unendlich viel Rettungsschnaps und dem Ninja-Ritter
  2. Kingdom Come Deliverance Auf der Xbox One X wird das Mittelalter am schönsten
  3. Kingdom Come Deliverance angespielt Und täglich grüßt das Mittelalter

  1. Re: Ich bin dermaßen sauer

    Bouncy | 12:51

  2. Re: Ein kryptonit

    Dwalinn | 12:51

  3. Re: Endlich mal zuwachs im dGPU Markt

    Allandor | 12:51

  4. Zielgruppe?

    Kusie | 12:51

  5. Re: Die riesigen Chemie Fabriken im Irak

    mfeldt | 12:50


  1. 12:56

  2. 12:25

  3. 12:03

  4. 11:07

  5. 10:40

  6. 10:23

  7. 10:04

  8. 08:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel