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Europäische Satellitennavigation Galileo von EU abgesegnet

EU sucht zur Finanzierung noch nach privaten Investoren

Die EU-Verkehrsminister haben jetzt beschlossen, dass man mit dem europäischen Navigationssystem Galileo dem amerikanischen GPS-System und dem russischen GLONASS Konkurrenz machen will. Der Beschluss der Minister folgt dem vorangegangenen Gipfelbeschluss von Barcelona pro Galileo. Galileo soll in der endgültigen Ausbaustufe aus 30 Satelliten in 23.300 Kilometer Höhe bestehen, die ab 2008 die zivile und militärische Navigation der EU-Staaten unabhängig vom US-amerikanischen GPS machen und zudem wesentlich genauer als das amerikanische Pendant sein soll.

Im Landverkehr soll Galileo die Ermittlung und Beeinflussung der Fahrzeiten ermöglichen und - dank automatischer Fahrzeugleitsysteme - auch die Verringerung von Staus und Straßenverkehrsunfällen möglich machen. Beispiele aus den Bereichen des Land-, Luft- und Seeverkehrs werden am häufigsten genannt, doch wird die Satellitennavigation auch von Tag zu Tag mehr in Landwirtschaft und Fischfang, bei der Erdölprospektion, im Bauwesen, im Verteidigungs- und Zivilschutzbereich eingesetzt. In der Telekommunikation soll Galileo in Kombination mit anderen Techniken wie GSM und UMTS weitere Möglichkeiten zur Bereitstellung von Positionsdaten bieten. Auf den Tagungen des Europäischen Rates von Köln, Feira, Nizza, Stockholm und Laeken wurde die strategische Bedeutung von Galileo betont.

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Man rechnet im künftigen Hauptsitz der Galileo-Zentrale Brüssel mit rund 3,6 Milliarden Euro an Entwicklungs- und Stationierungskosten. Alleine für die Entwicklung geht man nach Medienberichten von 1,1 Milliarden Euro aus. Zunächst gibt es jedoch nur rund die Hälfte des Betrages (450 Millionen Euro) von der EU, während die ESA und andere europäische Institutionen den Rest beisteuern müssen. Diversen Medienberichten zufolge soll Deutschland alleine 350 Millionen Euro beisteuern. Die restliche Finanzierung von immerhin 2,5 Milliarden Euro sollen nicht Staaten, sondern Unternehmen im Rahmen von Public-Private Partnerships in das Projekt einfließen lassen. Doch die fehlen noch. Das könnte bedeuten, dass die EU erst einmal mit den entsprechenden Mitteln einspringen müsste.

Kritiker nennen das Projekt deshalb auch ein Fass ohne Boden und bezweifeln, dass man wirklich ein von den Amerikanern unabhängiges Navigationssystem benötige, da die zivile Variante von GPS deutlich genauer geworden ist, seit die amerikanischen Militärs die Genauigkeit nicht mehr unangekündigt manipulieren, sondern vielmehr verbessern wollen. Das russische GLONASS ist hingegen technisch veraltet und zu unzuverlässig als Alternative zu GPS. Galileo und GPS sollen interoperabel und zueinander kompatibel sein.

Europäische Satellitennavigation Galileo von EU abgesegnet 

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Hamster 27. Mär 2002

Danke fuer den Link, wirklich informativ

Autsch 27. Mär 2002

Das sehe ich ganz genauso. Außerdem kann man mit dem Galileo-System viel genauer die...

blackshark 27. Mär 2002

""Mit der Freigabe der Gemeinschaftsmittel bekennt sich Europa zu diesem strategisch...



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