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ELSA mit neuen 3D-Profigrafikkarten

Konzentration auf zwei GeForce4-MX-/Ti-Grafikkarten im Consumer-Bereich. Der deutsche Hersteller ELSA will im April seine Gloria-III-(Quadro2-Chip-) und Gloria-DCC-(QuadroDCC-Chip-)Grafikkarten durch drei neue 3D-Profikarten mit NVidia-Quadro4-Chips ersetzen. Während ELSA sich hier zu Lande noch nicht auf Produktnamen festgelegt hat, hat sich die US-Niederlassung bereits entschieden und nennt die Karten Gloria4 und Synergy4.
/ Christian Klaß
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Deutlich mehr Leistung als die ELSA Gloria DCC soll das neue Spitzenmodell, die "Gloria4 Quadro4 900XGL", bieten. Dazu arbeitet ein Quadro4 900XGL (300 MHz Prozessortakt), der auf mit 325 MHz (bzw. 650 MHz) getaktetes 128 MByte DDR-SDRAM zugreifen kann. ELSA verspricht ProCDRS-Werte von weit über hundert, was zurzeit unangefochtener Weltrekord sei. An die Karte können zwei digitale Flachbildschirme (DVI-I) angeschlossen werden, über zwei im Lieferumfang enthaltene VGA-Adapter können auch analoge Displays mit der Karte verbunden werden. Für stereoskopische (räumliche) Darstellung gibt es einen VESA 3-Pin Stereo-Shutter-Anschluss für 3D-Shutter-Brillen.

Die ebenfalls angekündigte "Gloria4 Quadro4 750XGL" basiert auf dem Grafikchip Quadro4 750XGL (275 MHz), dem ebenfalls 128 MByte DDR-SDRAM (275/550 MHz) zur Verfügung stehen. Hier werden ein DVI-I-, ein VGA-Ausgang und ebenfalls der VESA-Anschluss für 3D-Shutter-Brillen geboten.

Als Nachfolger für die Synergy III, also als 3D-Profigrafikkarte für Einsteiger, platziert ELSA die neue Synergy4 Quadro4 550XGL. Auf ihr arbeitet ein mit 270 MHz getakteter Quadro4 550XGL, der auf 64 MByte DDR-SDRAM (200/400 MHz) zugreifen kann. Über einen Ausgang erlaubt ELSA per Kabelpeitsche (LFH) den Anschluss von zwei VGA-Displays. Optional erhältlich ist eine Kabelpeitsche zum Anschluss von zwei DVI-I-Displays.

Im Lieferumfang der Grafikkarten befinden sich, neben optimierten OpenGL-Treibern für Windows 2000/XP, Windows NT und Windows 98/ME, zusätzliche Applikationstreiber für Anwendungen wie "AutoCAD" oder "3D Studio MAX/VIZ". DirectX und Linux (XFree86) werden ebenfalls unterstützt.

Die neuen Grafikkarten sollen laut ELSA ab Mitte April verfügbar sein; die Gloria4 Quadro4 900XGL für 2.190,- Euro, die Gloria4 Quadro4 750XGL für 1.198,- Euro und die Synergy4 Quadro4 550XGL für 528,- Euro. Die genannten Produktnamen wurden von ELSA Inc. gewählt, ob ELSA Deutschland sich für die gleichen entscheidet, steht noch nicht fest. Registrierten Nutzern verspricht die momentan im Insolvenz-Prüfungsverfahren schwebende ELSA AG eine Garantie von sechs Jahren.

Im Consumer-Bereich will sich ELSA nunmehr auf zwei Karten konzentrieren, eine mit dem von NVidia momentan nur in kleinen Stückzahlen lieferbaren Grafikchip GeForce4 4600 (Gladiac 925VIVO) und eine mit dem GeForce4-MX-Grafikchip für den Low-End-Bereich. Außerdem hoffe man darauf, dass ELSA den GeForce4 4200 auf den Markt bringen werde, um auch eine preiswerte GeForce4-Ti-Karte anbieten zu können. Auf der CeBIT 2002 zeigten auch andere Hersteller gegenüber Golem.de Interesse an dem von NVidia noch nicht öffentlich angekündigten Grafikchip.


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