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Software soll fehlende Töne im Funkverkehr hinzudichten

Erste Einsatzgebiete sind das Militär und der Flugverkehr. Professor Mike Savic aus New York hat eine Methode gefunden, mit dem Computer fehlende Töne in Funkübertragungen nicht nur finden, sondern bei kleinen Aussetzern auch ergänzen. Später könnte das Verfahren auch zur Restauration alter Musikaufnahmen genutzt werden.
/ Andreas Donath
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Savic, Professor für Elektronik, Computer und Systems Engineering am renommierten Rensselaer Polytechnic Institute in Troy, New York, hat sein Verfahren durch die Umkehr von ihm entwickelter Verfahren erreicht. Bislang versuchte er mit Computern, unterschiedliche Sprachen durch das Herausfiltern von Tonmustern zu unterscheiden. Nun experimentiert er damit, durch die gewonnenen Informationen über typische Töne und Tonübergänge in der jeweiligen Sprache fehlende Sequenzen innerhalb von Sprachaufnahmen und Sprachübertragungen zu füllen.

Die Anwendung dieser Technik ist zunächst einmal in der Funkkommunikation angedacht. So könnten Pilotengespräche mit dem Tower verbessert werden oder schwer verständliche Funksprüche von Soldaten im Einsatz rekonstruiert werden.

Natürlich gibt es auch zivilere Anwendungen, wie beispielsweise die Integration der Technik in Hörhilfen oder die Rekonstruktion von altertümlichen Tonaufnahmen. Dennoch ist es klar, dass zunächst das Militär an der Forschung partizipieren wird: Denn die U.S. Air Force sponsert die Forschungsarbeiten von Savic; ein Patent wurde bereits beantragt.


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