Pulsent - Videokompression für Streams in TV-Qualität
Im Gegensatz zu MPEG2- und MPEG4-Kompression soll die Pulsent-Kompression die Bilder nicht in Blöcke aufteilen, um räumliche und zeitliche Unterschiede zwischen Einzelbildern von Videoszenen zu ermitteln, sondern erstmals die strukturellen Elemente (Objekte) und deren Bewegung erkennen. Pulsents "Objekte" sind natürliche, elastische Teilkomponenten von jedem Einzelbild und sollen einen direkten Bezug zu Teilen von echten, existierenden Gegenständen haben.
Sobald diese "Objekte" erkannt sind, können ihre Bewegungen von Einzelbild zu Einzelbild besser modelliert werden als mit Block-basierter Herangehensweise, heißt es dazu in einer sehr vage gehaltenen Pressemitteilung. Die Software von Pulsent soll die Bewegung, Rotation, Überlappung, Größen- und Beleuchtungs-Veränderung von Objekten erkennen können. Vereinfacht gesagt werden aus den gespeicherten Objekten sowie deren Bewegung und Veränderung von Bild zu Bild die Videoszenen wiederhergestellt.
Die so geschrumpften Videodaten sollen bei vergleichbarer Qualität lediglich ein Viertel der MPEG2-Datenmenge benötigen. Anstelle von 4 Mbps bei TV-Qualität (4 bis 5 Mbps bei DVB, 4 bis 6 bei Satelliten-TV) komme man auf 1,1 Mbits. DVD-Qualität, also MPEG2 mit etwa 5 bis 8 Mbps, erreiche man mit 1,5 Mbps, so Pulsent-Unternehmenssprecher Ron Richter auf Nachfrage von Golem.de. Die Kompressionstechnik von Pulsent richtet sich insbesondere an Video-on-Demand-Dienste auf MPEG2-Basis, die über Kabel, Satellit oder ADSL angeboten werden. Auch für künftige höher auflösende HDTV-Dienste soll die Technik interessant sein. Zudem soll die Pulsent-Videokompression dank ihrer Objekt-Manipulations-Möglichkeiten eine Reihe neuer Anwendungen, Produkte und Geschäftsmöglichkeiten bringen.
Pulsents Kompressions-Lösungen sollen dabei auch andere Codecs unterstützen, um zu anderen Plattformen kompatibel zu bleiben. Erzeugte Pulsent-Streams sollen über gebräuchliche MPEG-Transport-Stream-Protokolle übertragen werden können. Partner wollte Pulsent gegenüber Golem.de noch nicht nennen.
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