Spieletest: Metal Gear Solid 2 - Cineastisches Spielgefühl
Langerwartete Taktik-Action seit kurzem erhältlich. Über kein anderes PlayStation-2-Spiel wurden wohl im Vorfeld so viele Worte verloren wie über Metal Gear Solid 2, und auch bei keinem anderen Titel waren die Erwartungen derart hoch – nach den vielversprechenden ersten Demos wäre für die meisten Gamer alles andere als eine revolutionäre neue Spielerfahrung eine mittelgroße Enttäuschung. Die fertige Version des Spieles zeigt nun, dass Konami diesen Erwartungen – zumindest zum Teil – durchaus gerecht werden kann.
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Metal Gear Solid 2 ist allerdings kein einfach zu beschreibendes Spiel – dafür sorgt schon die äußerst verworrene Story, die von manchen als genial verwoben, von vielen anderen aber zweifellos auch als irritierend verworren bezeichnet werden wird. Eine Zusammenfassung des Inhalts kann mit wenigen Worten kaum gegeben werden und würde auch ihren Sinn verfehlen, da so ein Teil des Spielerlebnisses verloren geht, so viele überraschende Wendungen konnte wohl bisher noch kein anderer Titel bieten.
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Zumindest sei allerdings verraten, dass Geheimagent Solid Snake diesmal nicht alleine das Abenteuer durchstehen muss, sondern ein Nachfolger im (deutlich längeren) zweiten Teil des Spieles vom Spieler übernommen wird. Am grundsätzlichen Gameplay hat sich allerdings im Vergleich zum ersten Teil nicht wirklich viel geändert, immer noch gilt es, mehr durch Schleichen und Verstecken denn durch Waffengewalt einen Ring von Verschwörern auszuhebeln.
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Der Spieler kann dabei recht frei entscheiden, ob er etwa eine feindliche Wache per Pistolenschuss unschädlich macht, lieber versucht, sich durch das geschickte Verstecken hinter Kisten und anderen Objekten an ihr vorbeizuschleichen, sich an der Decke langzuhangeln oder doch lieber nach einem Geheimgang sucht, um erst gar nicht den Feind passieren zu müssen.
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Somit gibt es zumeist sehr viele verschiedene Wege zum Ziel, und der Spielabauf wird auch deutlich dadurch beeinflusst – hat man etwa durch den Lärm eines Feuergefechtes den Alarm ausgelöst oder ist man selber so schwer verletzt, dass man Blut verliert, muss man damit rechnen, dass auch ohne eigenes weiteres Vorgehen die feindlichen Soldaten schnell Witterung aufnehmen und einem folgen.
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Im Inventar hat Snake die zum Teil auch schon aus dem ersten Teil bekannten Gerätschaften wie etwa eine Kamera, mit der sich Bilder an den eigenen Mentor zur Identifizierung feindlicher Personen oder Gerätschaften übermitteln lassen. Neu hinzugekommen ist dafür im Spiel die Ego-Perspektive, aus der sich Kämpfe weitaus dramatischer führen lassen. Dramatik ist überhaupt eines der wichtigsten Merkmale des Programms, was vor allem an der ausgefeilten und filmreifen Präsentation liegt.
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Die düsteren Grafiken gehören dabei wohl zum Realistischsten, was bisher auf der PlayStation 2 zu sehen war, egal ob Menschen oder Gebäude und Fahrzeuge, alles wirkt wunderbar animert und meist auch außergewöhnlich detailfreudig. Der Sound ist ebenso dramatisch wie die gute englische Sprachausgabe, die deutsche Version ist zudem mit deutschsprachigen Untertiteln ausgestattet.
Einen Haken hat die filmähnliche Präsentation allerdings: Oftmals muss man sich minutenlang gedulden, um die zwar wunderschönen, aber vom Spieler nur passiv zu beobachtenden Zwischensequenzen über sich ergehen zu lassen. Schon der erste Teil strapazierte teils die Nerven der Spieler, hier sind diese Sequenzen noch deutlich häufiger und länger, so dass man oft mehr das Gefühl hat, einen Film anzuschauen, anstatt ein Spiel zu bedienen. Wer derartige Sequenzen mag, wird auf Grund der Atmosphäre und der grafischen Brillanz begeistert sein. Hat man allerdings schon zum Beginn den Überblick über die komplexe Storyline verloren, wird man recht verwirrt den Szenen beiwohnen und sie im Zweifelsfall wohl auch abbrechen.
Kommentar: Metal Gear Solid 2 ist zweifellos ein herausragendes Spiel geworden, grafisch und akustisch kann dem Titel auf der PlayStation 2 kaum ein anderes Spiel das Wasser reichen. Bei all dem verdienten Lob sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass sich das taktisch orientierte Action-Gameplay nur unwesentlich vom Vorgänger unterscheidet und die Story oft derart komplex ist, dass sich ihre Logik nicht immer erschließt. Dennoch sollte man sich dieses Meisterwerk in punkto Atmosphäre als PlayStation-2-Besitzer nicht entgehen lassen, zumal die vier Schwierigkeitsgrade dafür sorgen, dass auch Anfänger realistische Chancen haben, den Titel durchzuspielen.