Micron liefert erste DDR400-SDRAM-Muster
Der Chipsatz-Hersteller Silicon Integrated Systems (SiS) zählt zu den ersten Empfängern von Microns DDR400-SDRAM-Muster und will sie mit dem in Entwicklung befindlichen Pentium-4-Chipsatz SiS648 (DDR400, 533 MHz FSB, AGP 8X) testen und diesen entsprechend optimieren.
Auch auf der CeBIT 2002 war DDR400 bereits Gesprächsthema; so wurden von verschiedenen Herstellern Chipsätze und Mainboards in Aussicht gestellt. Ganz so schnell dürfte der DDR333-Nachfolger allerdings nicht auf dem Markt erscheinen, da es noch einige technische Probleme – beispielsweise beim Timing und lange Leitungswege – zu beseitigen gibt. Immerhin ist DDR-I-Technik laut VIA lediglich für 100 bis 160 MHz ausgelegt. Auf Grund der komplexen Technik arbeitet der Speicherhersteller Micron eng mit seinen Kunden und Partnern zusammen, um beispielsweise Chipsätze und Speicher aufeinander abzustimmen.
Auf der CeBIT kündigten VIA, SiS und NVidia zwar bereits DDR400-Unterstützung an und zeigten zum Teil lauffähige Prototypen, ab wann auf DDR-I-Technik basierende DDR400-Speicher, -Chipsätze und -Mainboards marktreif sein werden, wurde allerdings noch nicht verlautet. Da DDR400 von einigen Herstellern lediglich als Brücke bis zum Einscheinen des leistungsfähigeren DDR-II-Speichers betrachtet wird, dürften DDR400-Produkte jedoch früher als dieser in Entwicklung befindliche neue Speichertyp erhältlich sein.
Im dritten Quartal 2002 soll laut VIA die DDR-II-Spezifikation für Taktraten von 160 bis 270 MHz vollendet und mittels Simulation getestet worden sein. Im Dezember 2002 sollen erste Produkttests beginnen, so dass bis Anfang/Mitte 2003 die ersten DDR-II-Produkte auf dem Markt sein könnten. DDR-II soll vom allen wichtigen Chipsatzherstellern unterstützt werden.



