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Europa: Online-Shopping soll 97,8 Milliarden Euro bringen

Insgesamt aber nur 2,3 Prozent des europäischen Einzelhandelsumsatzes

Laut einer Studie von GartnerG2 wird der Online-Handel in Europa im Jahr 2002 ein Volumen von 97,8 Milliarden Euro erreichen. Das entspricht einem Wachstum von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieses Wachstums warnt GartnerG2 die Einzelhändler davor, den Erfolg von Online-Strategien allein am Umsatz zu messen. Für Deutschland erwartet GartnerG2 einen Online-Umsatz von 23,2 Milliarden Euro im Jahr 2002.

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Allerdings gibt GartnerG2 zu bedenken, dass trotz dieses starken Anstieges der Online-Verkauf nur 2,3 Prozent des europäischen Einzelhandelsumsatzes ausmachen wird. Bis 2005 wird der Online-Einzelhandel in Europa auf 258,7 Milliarden Euro steigen, was 5,6 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes entspricht. In Deutschland wird der Gesamtumsatz des Online-Einzelhandels 23,2 Milliarden Euro im Jahr 2002 erreichen und bis 2005 auf 75,6 Milliarden Euro anwachsen. Laut GartnerG2 sollten die Einzelhändler ihre Online-Investitionspläne sorgfältig überprüfen und darauf achten, nicht zu viele ihrer Ressourcen in diesem relativ kleinen Markt beim Wettbewerb um Direktverkäufe zu verschwenden. Deshalb müssen Einzelhändler sich verstärkt auf ihr eigenes Geschäftsfeld und ihre Vertriebsart konzentrieren, anstelle der breiter angelegten Strategien, die derzeit üblich sind.

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GartnerG2 zufolge geht eine Online-Strategie weit darüber hinaus, Kunden dazu zu bringen, über das Internet einzukaufen. Der wirkliche Vorteil liegt in der permanenten Interaktion mit Kunden, die bewirkt, dass schneller ein für sie geeigneter Vertriebsweg gefunden wird - egal ob online oder offline - und so die Kundenbindung, Markenpositionierung und Zufriedenheit gefördert werden kann.

Um dies zu erreichen, empfiehlt GartnerG2 den Einzelhändlern eine Strategie zu entwickeln, die auf mehrere Vertriebskanäle abzielt und dabei eine passende Kombination aus PCs, mobilen Endgeräten, digitalem Fernsehen und den tatsächlichen Verkaufsräumen zu nutzen. Damit können sie sich die wachsende Zahl an Kunden zu Nutze machen, die über verschiedene interaktive Vertriebskanäle einkaufen. GartnerG2 schätzt, dass bis zum Jahr 2005 73 Prozent des Online-Einkaufs über PC, 17 Prozent durch digitales Fernsehen und 10 Prozent mittels Mobilgeräten abgewickelt wird.

"Die Verknüpfung von Online- mit Offline-Vertriebskanälen ist der Schlüssel zum Erfolg. Kunden werden die Firmen links liegen lassen, die das nicht berücksichtigen", erklärte GartnerG2-Analyst Gill Mander. "So ist beispielsweise digitales Fernsehen nicht immer das ideale Verkaufsmedium und die Limitierung von Mobiltelefonen ist offensichtlich. Dennoch können diese Medien entscheidend zur Verbesserung der Bindung, Markenpositionierung und Zufriedenheit der Kunden beitragen, was zu einer größeren Profitabilität führt, und das, obwohl die Gewinnspanne im Einzelhandel derzeit kontinuierlich fällt."

GartnerG2 zufolge ist es wichtig, Investitionen in eine Online-Strategie ständig zu überprüfen und zu messen, um sicherzustellen, dass die anvisierten Ergebnisse und Firmenziele erreicht werden. So seien die europäischen Einzelhändler gegenwärtig zu zögerlich bei der Entwicklung einer Multi-Channel-Strategie, weil sie es für zu kostspielig halten, geringe Einnahmen befürchten oder einfach die Vorzüge der verschiedenen Plattformen nicht erkennen.

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