Städtetag: Bayern lässt Kommunen bei Schulcomputern hängen
Für den Vorsitzenden des Bayer. Städtetags, Oberbürgermeister Josef Deimer, ist eine solche Haltung ein Armutszeugnis für ein Land, das einen Spitzenplatz im High-Tech-Bereich beansprucht. Deimer: "Ein verantwortungsvoller Staat kann sich doch nicht auf Regelungen berufen, die aus der Zeit von Griffel und Schiefertafel stammen. Heute geht es um PC-Ausstattung einschließlich Vernetzungskosten in Milliardenhöhe. Diese Entwicklung muss sich doch auch in der Finanzierung niederschlagen."
Die Kommunen erwarten vom Freistaat Bayern, dass er seinem Anspruch als führendes High-Tech-Land auch in der Schulpolitik Rechnung trägt. Die bayerischen Städte bringen mittlerweile rund 500 Millionen Euro in einem Investitionszyklus von ca. vier Jahren für den Computereinsatz an Schulen auf. Sie haben Bayern nach eigener Darstellung mit diesen Leistungen an die Spitze aller Bundesländer gebracht. Der Freistaat steuert dazu über ein zeitlich beschränktes Förderprogramm lediglich rund 30 Millionen Euro bei. Das Förderprogramm läuft dieses Jahr aus. Eine Anschlussfinanzierung ist nach Darstellung des Bayerischen Städtetages nicht in Sicht.
Der Städtetag fordert vom Freistaat, endlich ein tragfähiges Gesamtkonzept für den Computereinsatz an Schulen vorzulegen. Mit kurzatmigen Förderprogrammen und Fingerzeigen können die Kommunen weder die anstehenden Investitionen in Milliardenhöhe noch die Betreuung der Computersysteme leisten. Deimer: "Wenn Bayern seinen Ruf als führendes High-Tech-Land behalten will, muss es stärker in die Ausstattung der Schulen mit Computern einsteigen."
- Anzeige Hier geht es zu den aktuellen Blitzangeboten bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.