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Legacy-Free bis Bluetooth - Neue Mainboards auf der CeBIT

Hersteller verbreitern Programm

Auch auf der diesjährigen CeBIT wurden wieder zahlreiche Mainboards vorgestellt, von denen einige auf Grund ihrer Funktionen und Konzepte aus der Masse hervorstachen. So hat Abit bei zwei Mainboards die immer seltener benötigten seriellen und parallelen Schnittstellen gänzlich gestrichen, während MSI künftige Boards auch mit Bluetooth ausstatten will und Leadtek will nun seine Mainboards auch im großen Stil in Deutschland ausliefern.

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Das Abit Sockel-A-Mainboard AT7 mit VIA-KT333/VT8233A-Chipsatz und dessen Sockel-478-Geschwister IT7 mit Intel-845E-Chipsatz werfen zwar alten Schnittstellen-Ballast über Bord, bieten dafür aber eine 10/100-Ethernet- (Realtek RTL8100B), vier USB-1.1-, zwei USB-2.0- und zwei Firewire-Schnittstellen (IEEE 1394). Über Frontblenden kommen weitere USB-Schnittstellen, eine Firewire- und eine Speicherkarten-Schnittstelle für Sony Memory Sticks und SD Multimedia Cards hinzu. Weiterhin können beide neuen Abit-Mainboards dank Ultra-ATA-133-Controller und High Point HPTP374 RAID-Controller bis zu zwölf ATAPI/IDE-Laufwerke verwalten. Für 5.1-Kanal-Raumklang sorgt jeweils ein Realtek-ALC650-Soundchip; es stehen analoge und digitale (S/PDIF-In/-Out-) Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Beide Boards können per AGP-4X-Steckplatz um Grafikkarten erweitert werden. Unterschiede gibt es jedoch beim Speicherausbau und der Zahl der PCI-Steckplätze: Während das für Duron, Athlon und Athlon XP gedachte AT7 vier DDR-SDRAM-DIMM-Sockel (max. 3 GByte unbuffered / 4 GByte registered DDR266/333-SDRAM) und drei PCI-Steckplätze bietet, sind es beim Pentium-4-Board IT7 drei DDR-SDRAM-DIMM-Sockel (max. 2 GByte DDR266-SDRAM) und vier PCI-Steckplätze. Das AT7 wird ab der ersten April-Woche für voraussichtlich 259,- Euro und das IT7 ab Mitte April für etwa 10,- Euro mehr folgen.

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Zumindest einige von MSI's künftigen Mainboards sollen mit einer neuen Steckerleiste auf der Platine aufwarten, die den Anschluss der Erweiterung "PC-to-PC Bluetooth" ermöglicht. Die an der PC-Gehäusefront in einem Laufwerksschacht zu installierende Blende integriert einen Bluetooth-Sender und -Empfänger, mit dessen Hilfe sich drahtlose Verbindungen zu anderen Bluetooth-tauglichen Geräten - vom Handy über den PDA bis hin zu einem anderen Computer - aufbauen lassen. Ab wann die ersten Mainboards mit MSI's PC-to-PC-Bluetooth auf den Markt kommen werden, wurde noch nicht bekannt gegeben. Die "Personal Area Network"-(PAN-)Funktechnik Bluetooth ermöglicht Bandbreiten von bis zu 721 Kbit/s mit begrenzter Reichweite und arbeitet wie WLAN (IEEE 802.11b) im 2,4-GHz-Frequenzband.

Der hier zu Lande bisher hauptsächlich als Hersteller von NVidia-Grafikkarten bekannte taiwanesische Herseller Leadtek ist auf der CeBIT 2002 mit einer Webcam, einer neuen TV-Tuner-Karte, Videokonferenz-System und neuen Mainboards mit deutlich erweitertem Hardware-Angebot an den Start gegangen. Unter den auf der CeBIT vorgestellten Mainboards sind das WinFast K7N615D und WinFast K7N620D mit NVidias neuen nForce-Chipsätzen 615D (ohne Onboard-Grafik) bzw. 620D (mit Onboard-Grafik) für Duron/Athlon/Athlon XP und DDR333-SDRAM - beide Boards sollen ab Mitte April verfügbar sein. Etwas früher, ab Ende März, kommen Leadteks Boards WinFast K7N 420D (nForce 420D) für 199,- Euro und WinFast K7N 415 (nForce 415D) für 179,- Euro auf den Markt; beide für DDR266-SDRAM und Duron/Athlon XP. Ebenfalls Ende März erscheinen sollen die Pentium-4-Mainboards WinFast P4I845D (Intel-845D-Chipsatz, bis zwei GByte DDR266-SDRAM) für 195,- Euro und WinFast P4V266A (VIA P4X266A, bis 3 GByte DDR266-SDRAM) für 139,- Euro. Beide bieten einen C-Media-8738-5.1-Kanal-Soundchip, Realtek-8100-Ethernet-Chip und zwei Ultra-DMA-66/100-Anschlüsse für bis zu vier ATAPI/IDE-Laufwerke. Die Leadtek-Boards sollen die aufgesteckten Prozessoren bei Kühlungs- oder Übertaktungsproblemen vor dem Hitzetod bewahren und das BIOS mittels X-BIOS II vor fehlgeschlagenen Updates bewahren.

Auch andere Mainboard-Hersteller sind auf der CeBIT 2002 mit einem erweiterten Produktsortiment aufgetreten - so will beispielsweise Transcend in Zukunft Grafikkarten mit SiS und ATI-Chips anbieten, während Epox in Zukunft eigene WLAN-Karten (PC-Card für Notebooks, mit Adapter auch für die PCI-Schnittstelle) und Basisstationen liefern will. Den Weg in den Markt will sich Epox dabei mit Kampfpreisen ebnen.

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