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Unterschrift am Bildschirm: Signaturgesetz-konforme Lösung

Fraunhofer-Institut zeigt kombinierte Java- und Hardware-Lösung. Zur CeBIT hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (SIT, Darmstadt und St. Augustin) gemeinsam mit der Secude GmbH (Darmstadt) eine Anwendung mit elektronischen Signaturen fertig gestellt, mit der Behördengänge in der Zukunft überflüssig werden könnten. Der Bürger füllt in seinem Internetbrowser Formulare der Kommune aus und setzt dann ein Applet ein, das ihn durch die normalerweise recht aufwendige und schwer durchschaubare Erstellung bzw. Überprüfung einer elektronischen Signatur benutzerfreundlich und sicher geleitet. Ganz neu ist dabei, dass es sich abhängig von der jeweiligen kommunalen Anwendung bei den zu signierenden Formularen wahlweise um ASCII-, HTML- oder PDF-Texte handeln kann.
/ Andreas Donath
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Die Anwendung sorgt dafür, dass dem Bürger die zu signierenden Daten korrekt dargestellt werden und er anschließend eine beglaubigte Kopie der von ihm unterschriebenen Daten erhält. Dadurch wird garantiert, dass er nicht versehentlich etwas unterschreibt, das ihm nicht angezeigt wird (wie "weißer Text auf weißem Grund"). Einzige Zusatzausstattung, die der Bürger braucht, um sich vielleicht künfigt den Weg zum Rathaus zu ersparen: Ein Lesegerät für Smartcards (ab etwa 50 Euro) und eine Signaturgesetz-konforme Smartcard eines akkreditierten Trustcenters. Gezeigt wird die Anwendung auf der CeBIT noch bis zum 20. März im ENAC-Pavillon B an der Halle 11 (P11), Obergeschoss, Fraunhofer SIT, Stand 393- 395.

Die unterschriebenen Daten und die Signatur werden verschlüsselt an den Server der Kommune geschickt. Dieser überprüft automatisch die eingehenden unterschriebenen Formulare und sendet dann eine ebenfalls elektronisch signierte Eingangsbestätigung an den Bürger zurück. Das Java-Applet auf dem Computer des Bürgers überprüft im Hintergrund Korrektheit und Gültigkeit der Eingangsbestätigung und zeigt dann das Ergebnis im Browser an. Bürger und Kommune können alle für eine spätere Beweisführung relevanten Daten abspeichern. Durch das gültig unterschriebene Formular wird bei der Kommune idealtypisch der entsprechende Verwaltungsvorgang ausgelöst.

Das neu entwickelte System kann die bisher geringe Akzeptanz in der Bevölkerung für elektronische Signaturen deutlich verbessern, hofft die Projektleiterin Claudia Hirsch, da das System benutzungsfreundlich und wenig aufwendig ist. Der modulare Aufbau des Systems und die Einbeziehung von verschiedenen Dokumentenformaten, wie PDF, ermöglicht es den Kommunen, das System schrittweise einzuführen. Das Signaturverfahren, so Hirsch, lasse sich in schon existierende Anwendungen integrieren, wie sie beispielsweise im Esslinger Modellprojekt Media@Komm eingesetzt würden – Anwohnerparken, Hundesteuer, Gewerbeanmeldung, Störmeldungen etc.


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