Siemens: Das Handy wird zum Dia-Projektor
Der Prototyp, der auf der Computermesse in Hannover zu sehen sein soll, besteht aus einem kleinen Zubehörmodul für ein Handy, dessen Mikrodisplay von hellen Leuchtdioden angestrahlt wird. Ein Objektiv wirft das Bild dann an die Wand. Derzeit reicht die Batterie für etwa eine Stunde. Die Techniker arbeiten bereits an einem besseren System, das bei gleichem Stromverbrauch ein zehnmal größeres Bild erzeugen kann oder entsprechend heller erscheint. Ein Produkt könnte frühestens in zwei Jahren auf dem Markt sein. Handybesitzer könnten dann den Mini-Beamer an ihrem Telefon befestigen und Bekannten Urlaubsfotos zeigen. Mit dem System könnten auch Videobilder in ansprechender Qualität betrachtet werden, so Siemens hoffungsfroh. Auch Internetsurfen per Handy oder Büroanwendungen wären möglich.
Siemens zeigt auf der CeBIT außerdem einen Handy-Prototyp mit einem Farbdisplay aus organischen Leuchtdioden (Oled). Da die darin befindlichen Kunststoffe elektronisch selbst zum Leuchten angeregt werden, müssen diese Bildschirme nicht wie LCDs beleuchtet werden. Auf dem Display mit 2,5 Zoll Diagonale läuft ein Spiel, in dem sich der Anwender mit einem Lenkrad und Tasten in einem virtuellen dreidimensionalen Raum bewegen kann. Auch extrem schnelle Schwenks kann das Display darstellen – ein Problem bei den meisten normalen LCD-Monitoren.