C3 Mobile - Neuer Notebook-Prozessor von VIA
Der in 0,13 Mikron gefertigte C3 Mobile passt in Micro-FC-PGA-Sockel (Mobile Celeron/Pentium III) und soll bei 933 MHz nicht mehr als 10 Watt bei einer Spannung von 1,35 Volt verbrauchen. Damit liegt der C3 Mobile knapp unter einem gleich hoch getakteten Mobile Pentium III LV (Tualatin-Kern), der laut VIA bei 10,5 Watt liegt. Deutlich darunter, nämlich bei 7,5 Watt liegt Transmetas kommender Crusoe TM5800 mit 1 GHz. VIA wird den Stromverbrauch jedoch weiter senken können, wenn zukünftige C3-Mobile-Versionen mit VIAs LongHaul-Stromspartechnik versehen werden, die eine Reduktion der Prozessor-Spannung und der Taktgeschwindigkeit zur weiteren Akku-Schonung erlaubt.
Die restlichen Merkmale entsprechen denen des VIA C3 für Sockel 370, da beiden einen Ezra-T-Kern besitzen: einen 128-KByte-Level-1- und einen 64-KByte-Level-2-Cache, einen 100/133-MHz-Systembus sowie die Unterstützung für die Multimedia-Befehlsatzerweiterungen MMX (Intel) und 3Dnow (AMD).
Der C3 Mobile wird bereits in Taktraten bis 933 MHz ausgeliefert, Preise wurden noch nicht genannt. Dank der Kompatibilität zur Standard-µFCPGA-Sockel-Infrastruktur sollen Hersteller den Prozessor leicht in Notebooks, Tablett-PCs, Web-Pads und anderen Mobilgeräten integrieren können.
Laut VIA-Roadmap wird der C3 Mobile – wie die Desktop-Version – ab zweitem Quartal 2002 in Taktraten von 1,0 und 1,1 GHz erhältlich sein. Etwa zum gleichen Zeitpunkt sollen die Versionen mit LongHaul-Unterstützung mit identischen Taktraten zur Verfügung stehen.
Im zweiten Halbjahr bzw. im dritten Quartal 2002 sollen neue Desktop-(Sockel-370-) und Mobil-Prozessoren (uFC PGA) von VIA erscheinen, die dank Nehemia-Kern Taktraten von 1,2 bis 1,5 GHz, MMX und SSE unterstützen sowie bessere Multimedia-Leistung bieten sollen. Auch eine Multiprozessor-fähige Version des Nehemia soll in der zweiten Jahreshälfte folgen.
Mit dem wachsenden Angebot an x86-Prozessoren für Desktop-, Notebook-, Server- und Embedded-Systeme hofft VIA, Speziallösungen aus dem RISC- und DSP-Bereich Konkurrenz zu machen, wie das Unternehmen auf der CeBIT 2002 unterstrich.



