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Transmeta im Aufbruch - Produktionsengpässe fast überwunden

Zunehmende Verbreitung von Datenfunk als Chance für langlaufende Notebooks

Nachdem Transmetas aktueller stromsparender Crusoe-TM5800-Mobilprozessor bei seiner Einführung im November 2001 auf Grund von Fertigungsproblemen nur in zu kleinen Stückzahlen erhältlich war, scheinen der 1995 gegründete Chiphersteller und sein Partner TSMC nun langsam die Produktionsmenge steigern zu können.

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Die Fertigungsprobleme entstanden, als man fast gleichzeitig die Chipherstellung von IBM zu Transmeta übertrug, von 0,18- auf 0,13-Mikron-Fertigungstechnologie umstieg und mit dem Crusoe TM5800 auch noch einen brandneuen Prozessorkern fertigen lassen wollte. Wie Frank J. Priscaro, Director of Brand Development bei Transmeta, auf der CeBIT 2002 gegenüber Golem.de erklärte, könne man mittlerweile zwar deutlich mehr Prozessoren fertigen und würde monatlich die Kapazitäten steigern, wäre aber dennoch bis zu ein Jahr in der Entwicklung zurückgeworfen worden.

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"Zum Glück traf uns dies während einer schwachen Wirtschaftsperiode", so Priscaro. Bei Transmeta hofft man nun, von einem branchenweit erwarteten, zumindest leichten Wirtschaftswachstum profitieren zu können. So haben mehrere Hersteller neue Notebooks und Webpads angekündigt, die den maximal mit etwas über 1 GHz taktbaren Crusoe-TM5800-Prozessor einsetzen werden. Außerdem erhofft man sich durch den Trend zur drahtlosen Datenübertragung, dass das Interesse an lang laufenden mobilen Geräten steigen wird und die Kunden auf lange Sicht nicht mehr nur auf die Leistung und Taktraten, sondern auf Features und Ausdauer achten werden.

"Selbst der schnellste Prozessor bringt einem nichts, wenn der Akku leer ist", betonte Priscaro. Auch im Heim- und Serverbereich würde das Interesse an stromsparenden, lüfterlosen, kompakten Systemen ständig steigen. Während man in Japan sehr erfolgreich sei - die meisten Transmeta-Partner wie Sony, Hitachi, NEC, Sharp und Casio sitzen in Japan - wäre jedoch gerade der deutsche Markt von Notebook-Herstellern wie Gericom dominiert, die aus Preisgründen nicht auf mobile und stromsparende, sondern herkömmliche Prozessoren setzen und damit kurze Akkulaufzeiten in Kauf nehmen würden. Dabei wären gerade Transmetas Crusoe-Prozessoren deutlich günstiger und platzsparender als beispielsweise Intels zwar leistungsfähigerer, aber im Vergleich mehr Strom verbrauchender mobiler Pentium 4-M.

Warum bereits mit Crusoe ausgestattete "Langläufer" derzeit dennoch so teuer sind, begründete Priscaro auf Nachfrage von Golem.de mit den höheren Gewinnspannen, die sich die Hersteller damit noch einräumen könnten. "Bei anderen Prozessoren sind die Gewinnmargen auf Grund großen Wettbewerbs deutlich geringer", so Priscaro. Im Gegensatz zu den USA und Europa könnte man in Transmetas erfolgreichstem Markt, in Japan, im Handel bereits Subnotebooks mit Crusoe-TM5800-Vorgängern für etwas über 1000,- US-Dollar erstehen. Auf der CeBIT wolle man nun mit europöischen OEM-Herstellern und auch Gericom ins Gespräch kommen, um das Interesse an den Crusoe-Prozessoren zu steigern. Ein weltweit größeres Interesse erhofft sich Transmeta für seine Crusoe-Plattform zudem von der Partnerschaft mit Microsoft, wenn - vermutlich auf der nächsten Comdex - im Herbst Microsofts Tablett-PC vorgestellt wird.

Angekündigte Crusoe-TM5800-Geräte haben meist Taktraten um 700 MHz, ab zweitem Halbjahr 2002 sollen Geräte mit der 1-GHz-Version und einem Stromverbrauch von maximal 7,5 Watt folgen. Für die Zukunft hat Transmeta weitere interessante Prozessoren geplant, darunter den bereits angekündigten Crusoe Solo, der Taktraten von 700 MHz bis 1 GHz unterstützt und einen Großteil der Systemkomponenten wie 2D-Grafik, North- und Southbridge auf dem Chip unterbringt (System-on-Chip). Damit soll der Crusoe Solo 67 Prozent weniger Platz als Crusoe-TM5800-Lösungen und zudem 40 Prozent weniger Strom benötigen. Der wie der TM8500 in 0,13 Mikron gefertigte Solo soll ab erstem Halbjahr 2003 ausgeliefert werden. Im zweiten Halbjahr 2003 soll schließlich ein bisher lediglich als "New Crusoe" bezeichneter Prozessor folgen, der anstelle eines 128-Bit- einen 256-Bit-VLIW-Kern bietet. Nähere Angaben wollte Priscaro dazu noch nicht machen.

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