Lycos Europe senkt Verluste und entlässt 200 Mitarbeiter
Die Aufwendungen für Vertrieb und Marketing machten für die sechs Monate bis zum 31. Dezember 2001 16,4 Millionen Euro aus – ein Rückgang von 84 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Marketingaufwendungen wurden drastisch reduziert, nachdem ein hoher Markenbekanntheitsgrad in ganz Europa erreicht war.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung machten für die sechs Monate bis zum 31. Dezember 2001 20,3 Millionen Euro aus – ein Anstieg von mehr als 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Auch zukünftig werden wir uns auf die Entwicklung innovativer Lösungen für unsere Nutzer und unsere Werbekunden konzentrieren" , kommentierte Christoph Mohn, Chief Executive Officer Lycos Europe.
Im dritten Quartal des Kalenderjahres 2001 hatte Lycos Europe einen Restrukturierungsplan für Frankreich, Deutschland, Norwegen und Schweden gestartet. Zudem beschloss Lycos Europe, seine Geschäftstätigkeit in Österreich, Finnland, Polen und der Schweiz zu beenden. Als Folge dieser Maßnahmen wurden im dritten und vierten Quartal des Kalenderjahres 2001 Restrukturierungsaufwendungen von 11,6 Millionen Euro getätigt, die sich hauptsächlich aus Abfindungsleistungen für Arbeitnehmer und gekündigten Leasingverträgen zusammensetzen.
Das gesamte Restrukturierungsprogramm besteht aus mehreren Komponenten, die u.a. die Reduzierung der Marketingausgaben und ein neues Netzwerkkonzept umfassen, welches zu substanziell geringeren Netzwerkkosten führt. Teil des Gesamtprogramms ist zudem die weitere Reduzierung der Mitarbeiterzahl. Deshalb plant Lycos Europe den Abbau von ca. 200 Mitarbeitern in gesamt Europa, von heute 1.100.
Die Abschreibungen beliefen sich für die sechs Monate bis zum 31. Dezember 2001 auf 14,8 Millionen Euro – ein Rückgang von nahezu 63 Prozent im Vergleich zum sechsmonatigen Zeitraum bis zum 31. Dezember 2000.
Am 31. Dezember 2001 betrugen die liquiden Mittel von Lycos Europe 288,9 Millionen Euro im Vergleich zu 353,2 Millionen Euro am 30. Juni 2001. Lycos Europe konzentrierte sich darauf, die Betriebskosten zu senken und wird dieses Ziel auch weiterhin verfolgen. Das Unternehmen geht davon aus, den Break-even (auf EBITDA-Basis) planmäßig bis zum letzten Quartal des Kalenderjahres 2002 ohne zusätzliche Finanzierung zu erreichen.
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