Konkurrenz für nForce: ATI kündigt Mainboard-Chipsätze an
Die Radeon Integrated Graphics Processor (IGP) getaufte Northbridge-Familie bietet Radeon-Grafik der ersten Generation, also größtenteils Direct3D-7-Grafikeffekte, hardwarebeschleunigte DVD-Wiedergabe und Mehrbildschirm-Unterstützung. Die 64-Bit-Speicherschnittstelle erlaubt die Nutzung von maximal zwei DIMMs für DDR266-SDRAM-Module. Mit ungepufferten DIMMs ist so ein maximaler Speicherausbau auf 1 GByte möglich. DDR333-Speicher wird nicht unterstützt. Vom eingesteckten Speicher kann sich der Grafikchip zwischen 8 und 128 MByte abzwacken.
Für AMD-Prozessoren bietet ATI zwei Northbridges, die Radeon IGP 320 mit Unterstützung für TV-Ausgabe und dessen Notebook-Variante Radeon IGP 320M für mobile Athlon-4- und Duron-Prozessoren. Für Intels Pentium 4 bietet ATI drei Northbridges: Die Radeon IGP 330 und IGP 340 für Pentium-4-Desktop-Prozessoren und IGP340M für den mobilen Pentium 4 Prozessor-M. Die Radeon IGP 340 unterstützt im Gegensatz zur IGP 330 nicht nur Intels 400 MHz Systembus, sondern auch den kommenden 533-MHz-Systembus und bietet darüber hinaus einen TV-Ausgang. Alle Chipsätze erlauben zudem die Nutzung externer AGP-4X-Grafikkarten.
ATIs für die Kommunikation zuständige Southbridges tragen den Namen IXP (Integrated Communications Processor) und können sowohl in Notebooks als auch Desktop-Rechnern eingesetzt werden. Sowohl IXP 200 und IXP 250 unterstützen die Stromspartechniken von AMD und Intel, bieten sechs USB-2.0-Schnittstellen, PCI-2.3-Steckplätze, eine Ethernet-Schnittstelle mit Technik von 3Com und einen Sechs-Kanal-Soundchip. Firewire ist hingegen nicht integriert. ATIs IXP 250 bietet darüber hinaus noch Management-Funktionen wie einen "Remote Boot Agent", eine Desktop-Management-Schnittstelle und die Funktion "Remote wake on LAN".
Zu den Herstellern, die ATIs neue Chipsätze einsetzen wollen, zählen Arima, Compal, FIC, Fujitsu, Gigabyte, Lite-On, PC Partner, PowerColor, Quanta, Wistron und Sapphire. Die ersten AMD-basierten Produkte sollen im Mai 2002 erscheinen, die ersten Intel-basierten Produkte im Sommer 2002 folgen.
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