PowerVR Technologies zeigt Kyro II SE auf der CeBIT 2002
Wie seine Vorgänger setzt auch der Kyro II SE das tile-based (kachel-basierte) Rendering und Deferred Texturing ein, um herkömmliche Engpässe beim 3D-Speicherzugriff zu vermeiden. Nur sichtbare Pixel werden gerendert, was den Bandbreitenbedarf effektiv senkt, den Einsatz von günstigem SDRAM erlaubt und insbesondere bei komplexen 3D-Szenen von Vorteil ist. Letzteres soll den Chip auch für Spieletitel der nahen Zukunft interessant machen, trotz fehlender Transform & Lighting (T&L) Engine.
Um die Leistung in Windows-Spielen zu steigern, die T&L unter Direct3D unterstützen, hat PowerVR einen neuen Treiber mit eigener Software-T&L-Engine "EnT&L" entwickelt. Diese soll die Standard-Software-T&L-Emulation von Direct3D ersetzen und besser auf die Kyro-II-Architektur angepasst sein. Im 3DMark 2002 soll dies ein Geschwindigkeitsplus von 15 bis 20 Prozent mit sich bringen, verspricht der Hersteller. Dabei ordnet der vielzitierte 3D-Benchmark den Kyro-II-SE-Chip dank EnT&L-Treiber als Hardware-T&L-fähig ein.
Zu den ersten Herstellern, die auf der CeBIT 2002 entsprechende Grafikkarten angekündigt haben, zählen wie erwartet Videologic und Guillemot. Sowohl Videologics Vivid!XS Elite als auch Guillemots 3D Prophet 4800 besitzen 64 MByte SDRAM (200 MHz) und einen TV-Ausgang. Videologic will die Karte für unter 200 Euro ausliefern, konnte aber noch keinen endgültigen Preis nennen, während Guillemot seine Karte für 140,- Euro auf den Markt bringen will. Die Auslieferung soll bei beiden Herstellern zwischen Mitte bis Ende April erfolgen.



