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Bitkom erwartet 4 % Wachstum für den deutschen ITK-Markt

Die ITK-Branche hat eine in der Vergangenheit so nicht gekannte Volatilität entwickelt. Jung: "Vorbei sind die Zeiten, in denen es für fast alle fast immer nur bergauf ging. Wir müssen die Informations- und Kommunikationswirtschaft differenzierter betrachten." Die Branche entwickle sich zyklisch, einzelne Segmente könnten eine völlig gegenläufige Tendenz zeigen. Viele Unternehmen haben der schwierigen Marktsituation im vergangenen Jahr u.a. mit einer Anpassung ihrer internen Kostenstrukturen begegnen müssen. Die ebenfalls notwendige Reaktion der Politik stehe jedoch noch aus. In deren Mittelpunkt müsse eine Entkrustung des Arbeitsrechts, eine weitere Optimierung der steuerlichen Rahmenbedingungen und eine tiefgreifende Reform des Bildungswesens stehen. Die Green Card müsse in ein vernünftig gemachtes Zuwanderungsgesetz eingebettet werden.

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Der Staat ist nach Meinung von Bitkom aber auch direkt als IT-Anwender gefordert. E-Government müsse mit mehr Nachdruck eingeführt werden, auf Bundes- wie auf Länder- und kommunaler Ebene. Auch im Gesundheitswesen könnten einheitliche Standards und digitale Verfahren viel Geld einsparen. Die Einführung von Gesundheitspass, elektronischem Rezept und Arztbrief komme aber wegen der Interessengegensätze im Gesundheitssystem nicht voran. Bitkom fordert einen offenen, herstellerunabhängigen Informations- und Kommunikationsstandard für das gesamte deutsche Gesundheitswesen. Die flächendeckende Einführung von Sicherheitstechnologien sollte ebenfalls weit oben auf der politischen Prioritätenliste stehen. Eine Bürgerkarte mit Chip, Ausweis- und Signaturfunktion würde den neuen digitalen Diensten zusätzliche Attraktivität verleihen. Die hierzu notwendigen Technologien sind verfügbar, aber das in 90 Gesetzestexten verstreute Datenschutzrecht müsse verschlankt werden.

Jung stellte anlässlich der CeBIT ein Drei-Punkte-Programm des Bitkom vor, das sich mit konkreten Vorschlägen zur Erleichterung der Startbedingungen für Unternehmensgründer an die Politik richtet. Gründer leiden nach der Ernüchterung an den Börsen besonders unter den schwierigen Bedingungen bei der Kapitalbeschaffung. Sie leiden auch unter dem Imageschaden, der von einigen schwarzen Schafen der Branche ausgelöst wurde. "Selbst Start-ups mit soliden Business-Plänen finden heute nur schwer Investoren", gab Jung zu bedenken. "Hier liegt viel innovatives Potenzial brach." GSM und das Internet Protokoll haben allein in Deutschland zur Gründung von etwa 5.000 Unternehmen mit ca. 100.000 Arbeitsplätzen und einer Wirtschaftsleistung von ungefähr 30 Milliarden Euro geführt.

Auch im Umfeld von UMTS könnten zahlreiche Dienstleistungs- und Hightech-Unternehmen entstehen - wenn der Netzaufbau vorankommt und die Rahmenbedingungen für Gründer stimmen. Das Drei-Punkte-Programm zielt auf den Abbau bürokratischer Hindernisse, eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen sowie die Optimierung der öffentlichen Förderprogramme. Gerade in den ersten beiden Jahren hätten Unternehmensgründer anderes zu tun, als sich um bürokratische Formalismen und steuerliche Pedanterie zu kümmern. Sie bräuchten vielmehr Freiraum zum Wachsen. Nach zwei Jahren sei dann zumeist absehbar, ob das jeweilige Geschäftsmodell trägt. Dann sei auch der Zeitpunkt gekommen, wo z.B. durch eine Gesamterklärung für die Einkommensteuer das eine oder andere nachgeholt werden kann. Für junge Unternehmen hat Bitkom ein eigenes Forum "New Spirit" eingerichtet.

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