Helpino: Notrufsystem im Handy-Format
Helpino soll auch in Panik einfach zu bedienen sein: Hilfesuchende lösen per Knopfdruck am Endgerät einen stillen Alarm aus. Dadurch wird der Kontakt zum Helpino Call Center aufgebaut und die auf zehn Meter genaue Ortung veranlasst. Ein speziell geschulter Call-Center-Mitarbeiter nimmt, soweit möglich, über eine Sprachverbindung den Kontakt zum Hilfesuchenden auf. Bereits nach etwa 15 Sekunden sieht der Mitarbeiter auf dem Bildschirm die persönlichen Kontaktdaten des Hilfesuchenden und anhand einer Karte dessen genaue Position. Abhängig von der Situation werden umgehend entsprechende Maßnahmen eingeleitet: Die Benachrichtigung der angegebenen Kontaktpersonen oder der nächsten Polizeidienststelle, Rettungsleitstelle oder Feuerwehr.
Drückt der Nutzer ein zweites Mal auf den Knopf, ertönt ein durchdringendes Alarmsignal, das nicht manuell abgeschaltet werden kann und nach einer Minute von selbst verstummt. Dies ermöglicht zum einen die akustische Ortung, zum anderen werden hilfsbereite Passanten alarmiert. Um nicht versehentlich einen Notruf zu starten, ist der Alarmknopf durch einen Riegel gesichert, der im Notfall leicht und ohne Hinzusehen gelöst werden kann.
Ursprünglich war das Produkt für Frauen in Bedrängnis konzipiert, die GPP AG will allerdings nun eine weitaus größere Zielgruppe ansprechen: "Individualsportler wie Bergsteiger, Mountainbiker oder Jogger können leicht in Gefahrensituationen geraten und sind dann auf ein verlässliches Notrufsystem angewiesen" , sagt Projektleiter Fridolin Speiser "Auch chronisch Kranke, Behinderte sowie ältere oder psychisch kranke Menschen, die leicht die Orientierung verlieren, brauchen oft unterwegs schnelle Hilfe" , so Speiser weiter.
Helpino ist ab Mai im Groß- und Fachhandel sowie über die Webseite Helpino(öffnet im neuen Fenster) erhältlich und kostet 490,- Euro. Der Mietpreis beträgt bei einer Laufzeit über fünf Jahre monatlich 13,- Euro. Dazu kommen eine einmalige Anmeldegebühr in Höhe von 49,- Euro sowie eine monatliche Telefonkartengebühr von 2,50 Euro. Die Kosten für die Inanspruchnahme im Notfall belaufen sich auf circa 30,- Euro.