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VDE-Studie Mobilfunk: Keine Gesundheitsgefahr durch Handys

Bundesamt mahnt dennoch Vorsorge beim Mobilfunk an

Die Studie des VDE zu Mobilfunk und Gesundheit bestätigt Ergebnisse des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Das BfS war bei einer aktuellen Literaturauswertung zu dem Ergebnis gekommen, dass es derzeit keinen wissenschaftlichen Nachweis für gesundheitliche Gefahren gibt, vor dem die Grenzwerte nicht schützen, wohl aber Hinweise auf mögliche Risiken und Fragen, die wissenschaftlich noch nicht bewertet bzw. beantwortet werden können.

Weder experimentell noch epidemiologisch konnten Mediziner bislang Gesundheitsschäden durch elektromagnetische Felder des Mobilfunks nachweisen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Forschungszentrums für Elektromagnetische Umweltverträglichkeit der RWTH-Aachen im Auftrag des VDE. Ausgewertet wurden 62 wissenschaftliche Publikationen aus der jüngsten Zeit, die einen anerkannten Begutachtungsprozess durch unabhängige Experten durchlaufen hatten.

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Die bisherigen epidemiologischen Studien und Tierexperimente sprechen demnach gegen eine Beziehung der betrachteten Felder zum Krebsgeschehen. Keine gesundheitsrelevanten Ergebnisse brachten Untersuchungen zur Beeinflussung der Blut-Hirn-Schranke, der Hormone und des neuroendokrinen Systems. Eine Beeinflussung des Kalziumhaushaltes der Zelle durch hochfrequente Felder konnte in neueren und exakteren Versuchen nicht reproduziert werden.

Hinweise, dass Kinder, kranke oder alte Menschen empfindlicher auf die hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks reagieren als gesunde, lassen sich aus der jüngsten wissenschaftlichen Literatur ebenfalls nicht ableiten. Die auf den Menschen einwirkenden Felder der Mobilfunk-Basisstationen sind deutlich schwächer als die Handy-Felder, weshalb für diese Felder auch minimale Effekte sehr unwahrscheinlich sind.

Die möglichen Risiken, um die es hier geht, sind nach Angaben des BfS wahrscheinlich klein einzuschätzen. Es ist aber zu berücksichtigen, dass von diesen wahrscheinlich geringen Risiken Millionen von Menschen in Deutschland betroffen sein könnten.

Deshalb sei es weder angebracht, Horrorszenarien zu entwerfen, noch kann die Notwendigkeit von Vorsorge ernsthaft bestritten werden. Es bestehe im Strahlenschutz Handlungsbedarf im Sinne der Vorsorge. Deshalb hat das BfS ein Vorsorgepaket entwickelt, das im Wesentlichen drei Bereiche umfasst: Möglichst geringe Exposition, Aufklärung und Information der Bevölkerung und Forschung.

Vorsorge ist auch eine öffentliche Aufgabe, allerdings können und müssen Handy-Hersteller, Mobilfunkbetreiber und die Nutzer der Technik ebenfalls einen Beitrag zur Vorsorge leisten, mahnt das Bundesamt für Strahlenschutz.

Jeder Nutzer könne durch sein Verhalten dazu beitragen, dass die Intensität der Felder, der er ausgesetzt ist, gering bleibt. Das BfS hat aus diesem Grund Empfehlungen zum umsichtigen Gebrauch von Handys veröffentlicht. Ziel dieser Empfehlung ist es, die Expositionsdauer und die Intensität der Felder, denen die Nutzer ausgesetzt sind, gering zu halten.

Handy-Hersteller müssen durch Entwicklung strahlungsarmer Geräte, Handykennzeichnung und Intensivierung der Forschung auch einen bedeutenden Beitrag zur Vorsorge leisten. Aufgabe der Mobilfunkbetreiber ist es, durch geeignete Standortwahl für eine Minimierung der Exposition zu sorgen.


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