Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

IT-Profis fühlen sich bei Weiterbildung im Stich gelassen

Soft Skills werden im Studium nicht vermittelt. Unternehmen in Deutschland legen viel zu wenig Wert auf interne Schulung und Weiterbildung im IT-Bereich. Und das, obwohl gerade IT-Studienabsolventen große Schwierigkeiten mit der praktischen Umsetzung ihrer Kenntnisse haben und diese Maßnahmen dringend benötigen würden. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie IT-Qualifikationen 2002 von silicon.de, an der sich mehr als 1700 IT-Profis und Führungskräfte beteiligt haben.
/ Andreas Donath
Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)

So fordern 81 Prozent der Befragten dringend mehr unternehmensinterne Weiterbildungsmaßnahmen. Dagegen sind nur zwei Prozent mit dem Schulungsangebot der Unternehmen zufrieden. Für viele mittelständische und kleine Firmen sind Trainings für die Mitarbeiter aber zu teuer, lautet ein weiteres Ergebnis der Studie. Als Beitrag zur Lösung zeichnet sich E-Learning in vielen Abteilungen ab: Fast 40 Prozent der IT-Profis geben dieser Lernform im Unternehmensumfeld eine gute Chance. Nur 17 Prozent halten nichts davon.

Aber IT-Profis sollten nicht nur wegen der geringen Halbwertszeit von IT-Wissen regelmäßig die Schulbank drücken. Wenn es um Soft Skills, also Management- und Team-Fähigkeiten geht, versagen deutsche IT-Fakultäten. Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Ausbildung an der Universität für zu praxisfern und damit unbrauchbar im Alltag. Jürgen Rohrmeier, Bereichsleiter New Economy/Advanced Technologies bei der Personalberatung Kienbaum hofft deshalb auf mehr Bachelor-Studiengänge: "Unsere Studiengänge sind beispielsweise im Vergleich mit britischen deutlich im Hintertreffen."


Relevante Themen