Creative kauft 3Dlabs - Konkurrenz für NVidia und ATI?
Die Unternehmen erwarten, dass die Kombination von 3Dlabs' Grafikkartentechnik und von Creatives Fertigungs-, Finanzierungs- und Vermarktungspotenzial die Entwicklung von 3Dlabs geplanten Produkten vorantreiben wird. 3Dlabs soll auch in Zukunft seine bekannten Profi-Produktlinien wie Wildcat und Oxygen entwickeln, verkaufen und entsprechenden Kundensupport bieten sowie Lizenzkunden mit Chips und Technologie versorgen. Auch soll 3DLabs seine führende Rolle bei der OpenGL-Entwicklung beibehalten.
Künftige Consumer-Produkte werden vermutlich unter Creative-Marke auf den Markt gebracht. Aber außer dass man kurz davor stehe, eine Serie von Hochleistungsgrafikprodukten vorzustellen, haben die Unternehmen bisher nichts verlauten lassen. "Wir haben 3Dlabs kommende Produkte und Technik-Roadmap analysiert und wir glauben, dass ihre Entwicklung einer skalierbaren visuellen Rechenarchitektur mit neuen Programmierbarkeits-Stufen und -Flexibilität einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil im Grafikbereich bringen wird. 3Dlabs' bisher erzielte technische Durchbrüche werden, gepaart mit dem starken Markt, den wir für Hochleistungs-Grafikprozessoren sehen, eine beachtliche Wachstumsmöglichkeit für unser Unternehmen bringen" , so Sim Wong Hoo, Chairman und CEO von Creative.
Creative wird die 3Dlabs-Aktien für 3,60 US-Dollar/Stück erwerben, wobei zwei Drittel in Creative-Aktien gewandelt werden und ein Drittel in bar gezahlt wird. Der Wert von 3Dlabs beläuft sich dabei auf ungefähr 170 Millionen US-Dollar. Creative hält bereits seit längerem Anteile an 3Dlabs. 1995 gab es schon eine erste gemeinsam entwickelte Grafikkarte, auf der 3Dlabs Permedia-2-Grafikchip arbeitete.



