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Laser-3D-Navigation für mobile Roboter

Fraunhofer-Institut AiS präsentiert neue Steuerungssoftware für 3D-Laserscanner. Damit sich autonome mobile Roboter in einer unbekannten Umgebung zurechtfinden können, benötigen sie genaue Sensordaten. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Autonome intelligente Systeme AiS haben nun eine Steuerungssoftware für einen 3D-Scanner entwickelt, mit der Roboter dreidimensionale Umgebungsbilder erstellen. Damit erkennen sie Hindernisse, wie Tische oder Stühle in einem Büro. Der 3D-Scanner ist ein präziser, zuverlässiger, preisgünstiger und mobiler Sensor. Er liefert den Robotern in 1,5 bis 6 Sekunden ein Bild, auf das sie ohne zeitliche Verzögerung reagieren können.
/ Andreas Donath
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Diese neue Technik macht nach Darstellung der Forscher neue Anwendungen für autonome mobile Roboter möglich: Einsetzbar sind sie im Facility Management oder für Transportaufgaben in großen Bürogebäuden. Der Roboter öffnet Türen, benutzt Fahrstühle und erfasst und vermisst dabei die Umgebung. Die entstehenden unterschiedlichen 3D-Abtastbilder werden zu einer kompletten dreidimensionalen Karte zusammengefasst.

Der 3D-Laserscanner setzt sich aus einem 2D-Scanner und einer neuartigen Drehvorrichtung zusammen. Auf diese Weise kann ein Bereich von 180 Grad (horizontal) und 90 Grad (vertikal) berührungslos und präzise in nur wenigen Sekunden erfasst und vermessen werden. Um eine realitätsnahe Visualisierung einer 3D-Szene zu erhalten, setzen die Wissenschaftler zusätzlich eine Digitalkamera ein, die auf dem Roboter installiert ist. Während des Scanns werden Fotos aufgenommen und daraus Texturen erstellt, die dann mit den 3D-Elementen verknüpft werden.

Das Fraunhofer-Institut für Autonome intelligente Systeme AiS stellt auf der CeBIT 2002 in Halle 11, Stand A 10 und A 14 aus.


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