iVDR - Standard für 2,5-Zoll-Wechselfestplatten
2,5-Zoll-Festplatten sind platzsparender, entwickeln weniger Hitze und benötigen weniger Strom als ihre 3,5-Zoll-Kollegen. Derzeit gibt es sie allerdings nur in Kapazitäten von unter 50 GByte, was für enorme Datenmengen – wie sie insbesondere bei digitalem Video anfallen – noch nicht ausreichend ist. Die acht Gründungsmitglieder des iVDR-Konsortiums wollen die Kapazitäten jedoch innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre auf 200 bis 400 GByte erhöhen.
Der iVDR-Standard umfasst neben physikalischen Spezifikationen (Festplattengröße, Anschlüsse) auch Schnittstellen- (ATA-Kommandos, AV-Erweiterungen, optionale Kopierschutz-Funktionen) und Dateisystem-Spezifikationen (iVDR-Dateisystem). So dürfen iVDR-Wechselplattengehäuse nicht größer als 13 x 8 x 1,27 cm sein, der 50-Pin-Stecker muss mindestens 10.000 Steckversuche aushalten und die Laufwerkselektronik muss im ausgeschalteten Zustand Stöße von über 900G verkraften können. Einige Minifestplatten halten schon jetzt wesentlich mehr aus, so dass die Vorgaben recht moderat scheinen.
IVDR beschreibt auch Dateiformate, um einen Datenaustausch zwischen verschiedenen Plattformen zu vereinfachen. Unrechtmäßigen Datenaustausch verhindern sollen dabei passende Sicherheitsspezifikationen.
Die Einsatzgebiete von iVDR-Wechselplatten sieht das Konsortium vom Digitalvideorekorder bis hin zum Server. Aktuelle Festplatten-gestützte Digitalvideorekorder erlauben meist nur die Nutzung einer festinstallierten Festplatte, künftige Geräte könnten dank iVDR mit praktisch unbegrenzter Speicherkapazität versehen werden. Doch auch für mobile Geräte wie Videokameras oder Notebooks sollen die Platten geeignet sein. Da das Konsortium auch 1,8-Zoll-Platten erwähnt, die es bereits gibt, wäre es nicht verwunderlich, wenn auch dafür ein Wechselplattenstandard geschaffen wird.
Das "iVDR Hard Disc Drive Consortium" wurde am 5. März 2002 von Canon, Fujitsu, Hitachi, Phoenix Technologies, Pioneer, Sanyo Electric, Sharp und Victor ins Leben gerufen. Hersteller wie IBM, Maxtor, Seagate, Toshiba und Western Digital fehlen, ebenso wie weitere Größen aus dem Unterhaltungselektronik-Bereich.
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