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Groupware Unite integriert Internet und Handy

Fraunhofer-Institut zeigt Groupware-Projektstatus auf der CeBIT

Die Kooperation untereinander verbundener Teams soll die Groupware "Unite" unterstützen, die beim Fraunhofer SIT in Darmstadt entwickelt wird. Zukünftig sollen damit weltweit verteilte Teams sicher und effektiv über das Internet zusammenarbeiten können. Das versprechen zumindest die Initiatoren des Projekts "Unite" ("Ubiquitous and Integrated Teamwork Environment"), an dem das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (SIT) sowie weitere sieben Partner aus Industrie und Forschung beteiligt sind. Die EU unterstützt diese Entwicklung finanziell.

Immer mehr Großfirmen reagieren auf neue Herausforderungen mit der Bildung von "dynamischen Teams", die rasch aus Experten zusammengestellt werden und das Problem in kürzest möglicher Frist lösen sollen. Freilich sind die dafür verfügbaren Fachleute meist über mehrere Standorte verteilt und dort jeweils in weitere Aufgaben eingebunden. Sie müssen ihre Teamarbeit daher mit Hilfe von Telekommunikationstechnik erledigen. Herkömmliche Mittel wie Telefon, Fax, E-Mail und Videokonferenzen erweisen sich dabei als recht umständlich und sind darüber hinaus nicht abhörsicher.

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An einem "Unite"-Arbeitsplatz dagegen ist jedes Teammitglied, das sich eingeloggt hat, nur einen Mausklick entfernt. Jeder Teilnehmer kann jederzeit erkennen, wer gerade für Gespräche erreichbar ist, "wo" ein virtuelles Meeting stattfindet und wer zwar erreichbar ist, aber nur im Notfall angesprochen werden möchte. Natürlich sind auch alle freigegebenen Daten und Dokumente für jedes Teammitglied verfügbar und können jederzeit eingesehen, in kleiner Runde diskutiert oder auch verändert werden.

Die "Unite"-Kooperationsplattform ist so angelegt, dass sie eine Vielzahl von Endgeräten (z. B. PC und Mobiltelefon) und Diensten (z. B. E-Mail, Dokumentenablage, Kalender, Telekonferenzen) unterstützt sowie die bereits an den Arbeitsplätzen vorhandene Ausstattung nutzt. Vor allem enthält sie umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Sie geben nur authentifizierten Personen den Zugang zum Team frei und sorgen dafür, dass der gesamte Datenverkehr - obwohl er über das offene und unsichere Internet abläuft - vor dem Ausspähen und vor Manipulationen zuverlässig geschützt ist.

Das "Unite"-Konsortium wird von IBM Frankreich (Projektmanagement) und Fraunhofer-SIT (Technische Leitung) in Darmstadt angeführt. Außerdem sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart, die Universtät von Coventry, das IBM-Forschungslabor in Haifa (Israel) und die Firmen Pentascope (Niederlande), ADETTI (Portugal) und Steria (Frankreich) beteiligt. Das "Unite"-Projekt ist Teil des IST-Forschungs- und Entwicklungsprogramms der Europäischen Kommission, das 1999 begonnen hat und bis Ende 2002 läuft. Beiträge von SIT sind die Architektur sowie die Kernkomponenten der "Unite"-Kooperationsplattform, Integration von IT-Sicherheitstechnologien, Integration physischer und virtueller Arbeitsumgebungen.

Den Stand des Projekts zeigt das Fraunhofer SIT auf der CeBIT (Hannover, 13.- 20.3.02, Halle 11, Fraunhofer Stand A14, Themenbereich Innovative Technologien). Pilotinstallationen gibt es derzeit bei Pentascope in den Niederlanden (http://www.pentascope.nl ), weitere Pilotanwendungen sind ab Mitte 2002 bei Shell und Lufthansa geplant. An Pilotprojekten interessierte Firmen können mit dem SIT Kontakt aufnehmen; die Implementation ist zunächst kostenlos.

Die Software wird vom SIT bereitgestellt; dort werden alle benötigten Server gehostet. Potenzielle Benutzer benötigen lediglich einen Web-Browser und/oder ein WAP-Handy. Das Integrationskonzept sieht vor, dass sich die "Unite"-Kooperationsplattform weitestgehend problemlos in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt. Nach Meinung des SIT-Projektleiters Rolf Reinema verfolgt das "Unite-"-Konzept ein umfassenderes Integrationskonzept und bietet mehr Funktionen als bisher am Markt erhältliche Groupware-Anwendungen.


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