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Fraunhofer: Hohe Datenraten dank Bandbreitenreservierung

"Value Added IP-Gateway Solution" soll Datenstaus vermeiden

Informatiker und Ingenieure vom Kompetenzzentrum Global Networking "GloNe" am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS wollen mittels ihres Konzepts der "Value Added IP-Gateway Solution" Datenstaus in Netzen vermeiden. Aussetzer bei der Internettelefonie oder ruckende Videobilder sollen damit der Vergangenheit angehören.

"Stellen Sie sich vor, die Ampeln in einer Stadt wären nicht koordiniert, sondern würden alle unabhängig voneinander schalten! In der Hauptverkehrszeit wäre ein Verkehrskollaps unausweichlich", veranschaulicht der Leiter des Zentrums Dr. Georg Carle das Problem beim Datenaustausch. "Dauer und Phasen der Ampeln sind jedoch aufeinander abgestimmt. Vergleichbar dazu entwickeln wir Techniken, die Anwendungen mit hoher Bandbreite dynamisch Vorrang gewähren. Diese Dienstgüteunterstützung oder Quality of Service nutzt die Kapazitäten der vorhandenen Leitungen optimal."

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Schnelle Verbindung zum Videoserver (Bild: Fraunhofer)
Schnelle Verbindung zum Videoserver (Bild: Fraunhofer)

Die Funktion der "Value Added IP-Gateway Solution" beschreibt Carle wie folgt: Ein Benutzer fordert in seiner Domäne einen externen Streaming-Videodienst an. Sein Computer meldet die erforderliche Bandbreite einem AAA-Server, der Authentizität, Autorisierung und Accounting (Nutzungsinformationen des Teilnehmers) innerhalb der Domäne verwaltet. Er kommuniziert mit seinem AAA-Bruder, der Zugänge in der Nachbardomäne kontrolliert. Dies setzt sich fort, bis der Videoserver erreicht ist. Hier und in allen miteinander verbundenen Domänen ist der Benutzer registriert und alle AAA-Rechner schalten die für den Videodienst erforderliche Bandbreite frei. An den Schnittstellen der Domänen befinden sich Metering-Komponenten. Sie messen Bandbreiten und Nutzungszeiten, um die für den jeweiligen Kunden anfallenden Kosten zu ermitteln.

Das Konzept wird auf der CeBIT in Halle 11 am Stand A 10/14 gezeigt. GloNe arbeitet im Rahmen des "European Commission 5th Framework IST project Moby Dick" an einer integrierten Lösung für Authentifizierung, Abrechnung und Gebührenerfassung, die den Anforderungen für das neue Internert-Protokoll IPv6 gerecht wird und auch mobile Endgeräte berücksichtigt.


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