Abo
  • Services:
Anzeige

BooHoo - Interview mit Boo-Gründer Ernst Malmsten (Teil 1)

Buch - boohoo
Buch - boohoo
Golem.de: Ihr Buch schließt mit den letzten Tagen von Boo.com. Was haben Sie nach dem Zugrabetragen der 200-Millionen-Euro-Pleite genau gemacht?

Malmsten: Nicht viel. Ich habe Freunde getroffen und mich eine Weile erholt. Außerdem war es ja schließlich Sommer. Die Firma brach am 18. Mai zusammen. Es war ein ziemlich komisches Gefühl, eine so große Company gehabt und geführt zu haben - und dann ist sie plötzlich vollkommen verschwunden. Alles fühlte sich sehr leer an.

Anzeige

Ich konnte tun, was ich wollte. Ich konnte bis zwei Uhr nachmittags schlafen, wenn ich wollte - oder was auch immer. Also habe ich tatsächlich ein paar Monate fast nichts gemacht. Ich fuhr dann noch zurück nach Schweden, um Bekannte zu treffen, hing in London herum [wo der Hauptsitz von Boo.com war und Malmsten heute noch lebt, Anm. d. Red.] - und so weiter.

Golem.de: Das alte Dot-Com-Klischee war ja immer, dass es sehr einfach gewesen sei, viele Investment-Dollars einzusammeln und sie danach mit vollen Händen auszugeben. Ihre Firma galt da als besonders gutes Beispiel. Wenn man nun Ihr Buch liest, sieht man, dass Sie in Wirklichkeit die ganze Zeit dem Geld nachjagen mussten. Fast wie ein Bettler, um die Firma laufen lassen zu können. Ist das nicht eine ziemliche Ironie?

Malmsten: Da stimme ich Ihnen zu. Firmen, die Risikokapital-finanziert sind, müssen die ganze Zeit neuen "Shareholder Value" schaffen - ihren Preis steigern. Sie kriegen am Anfang nicht viel. Diese Lektion kann man aus Boo.com wohl lernen: Man sollte genügend Geld aufnehmen, damit man sich wirklich auf sein Geschäft konzentrieren kann. Das Einwerben von Kapital ist unheimlich zeitintensiv. Aber ich denke, das ist von den Venture-Capital-Gebern auch so gewollt.

Golem.de: Also der normale Risikokapital-Spielplan.

Malmsten: Natürlich. Aber als der Markt dann zusammenbrach, bedeutete das, dass viele Leute eben keine Investoren mehr auftreiben konnten. Die Firmen waren dann eben nicht profitabel und brachen zusammen. Wir waren nur eine der ersten Dot-Coms, viele weitere folgten.

Golem.de: Wie kam es, dass der Niedergang von Boo.com so schnell ablief? Das war ja fast direkt nach dem großen Crash an der Technologiebörse NASDAQ im April 2000.

Malmsten: Das lag wirklich an der finanziellen Situation der Firma, also wie viel Geld wir vorher aufgenommen hatten. Wir waren da ziemlich weit gekommen und standen kurz vor dem Börsengang. Die Firma verbrauchte natürlich sehr viel Geld im täglichen Betrieb. Wir waren bei den europäischen Dot-Coms ganz vorne.

 BooHoo - Interview mit Boo-Gründer Ernst Malmsten (Teil 1)BooHoo - Interview mit Boo-Gründer Ernst Malmsten (Teil 1) 

eye home zur Startseite
nw42 08. Mär 2002

Hast Du das schon mal ausprobiert, oder hat diese Idee noch weniger Substanz, als die...

ds 07. Mär 2002

Schade nur das soviel Geld in solche Schwachsinnsideen geflossen ist. Hätten die...

ds 07. Mär 2002

Schade nur das soviel Geld in solche Schwachsinnsideen geflossen ist. Hätten die...

Barney 07. Mär 2002

Ich hab das dumpfe Gefühl der Kerl hat dabei nicht wirklich viel gelernt und fühlt sich...

ghost 07. Mär 2002

Mich würde interssieren was der Typ dran verdient hat. Er scheint ja noch Geld zuhaben um...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz
  2. HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  3. über Hays AG, Dessau
  4. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Erlangen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 74,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Drive 7,79€, John Wick: Kapitel 2 9,99€ und Predator Collection 14,99€)

Folgen Sie uns
       

  1. FTTH

    Deutsche Glasfaser kommt im ländlichen Bayern weiter

  2. Druck der Filmwirtschaft

    EU-Parlament verteidigt Geoblocking bei Fernsehsendern

  3. Fritzbox

    In Bochum beginnen Gigabit-Nutzertests von Unitymedia

  4. PC

    Geld für Intel Inside wird stark gekürzt

  5. Firmware

    Intel will ME-Downgrade-Attacken in Hardware verhindern

  6. Airgig

    AT&T testet 1 GBit/s an Überlandleitungen

  7. Zenfone 4 Pro

    Asus' Top-Smartphone kostet 850 Euro

  8. Archäologie

    Miniluftschiff soll Kammer in der Cheops-Pyramide erkunden

  9. Lohn

    Streik bei Amazon an zwei Standorten

  10. Vorratsdatenspeicherung

    Die Groko funktioniert schon wieder



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Twitch, Youtube Gaming und Mixer: Weltweites Aufmerksamkeitsdefizit
Twitch, Youtube Gaming und Mixer
Weltweites Aufmerksamkeitsdefizit
  1. Kiyo und Seiren X Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer
  2. Roboter Megabots kündigt Video vom Roboterkampf an
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

Umrüstung: Wie der Elektromotor in den Diesel-Lkw kommt
Umrüstung
Wie der Elektromotor in den Diesel-Lkw kommt
  1. National Electric Vehicle Sweden Der Saab 9-3 ist zurück als Elektroauto
  2. Kein Plug-in-Hybrid Rolls-Royce Phantom wird vollelektrisch
  3. Ionity Shell beteiligt sich am Aufbau einer Ladeinfrastruktur

China: Die AAA-Bürger
China
Die AAA-Bürger
  1. IT-Sicherheit Neue Onlinehilfe für Anfänger
  2. Microsoft Supreme Court entscheidet über die Zukunft der Cloud

  1. Re: Wofür braucht ein UI-Framework einen...

    MistelMistel | 05:30

  2. Re: Kann dem jemand mal bitte Gewaltenteilung...

    divStar | 04:12

  3. Re: ich verstehe nicht so ganz

    divStar | 04:04

  4. Re: Jetzt tut mal nicht so als hättet ihr nicht...

    divStar | 03:55

  5. Re: Kippschalter, Mäuseklavier

    divStar | 03:49


  1. 17:01

  2. 16:38

  3. 16:00

  4. 15:29

  5. 15:16

  6. 14:50

  7. 14:25

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel