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Angetestet: Palm m130 mit Farb-Display (Update)

PalmOS-PDA im m100er-Gehäuse mit 8 MByte RAM. Mit dem m130 stellt Palm – wie Gerüchte bereits im Januar vermuten ließen – sein erstes PDA-Modell vor, das in einem Gehäuse der m100er-Serie steckt und ein Farb-Display besitzt. Golem.de konnte bereits einen Blick auf ein Vorserien-Gerät werfen und schildert erste Eindrücke zum m130 mit hintergrundbeleuchtetem Farbbildschirm.
/ Ingo Pakalski
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Der Palm m130 beherbergt einen Motorola-Dragonball-Prozessor mit einer Taktrate von 33 MHz, dem 8 MByte Speicher zur Seite stehen. Über den eingebauten SD-Card-Steckplatz lässt sich das Gerät über SD- oder MultiMedia-Cards (MMC) leicht um zusätzlichen Speicher erweitern. Den drahtlosen Datenaustausch übernimmt die integrierte IrDA-Schnittstelle und die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku, der nach Angaben von Palm rund ein bis zwei Wochen durchhalten soll. Wie bei allen Geräten der m100er-Reihe liegt auch dem m130 nur ein einfacher Plastikstift ohne Reset-Pin zur Dateneingabe bei.

Der Palm m130 besitzt ein Farb-Display mit Hintergrundbeleuchtung, das bei einer Auflösung von 160 x 160 Bildpunkten 65.536 Farben darstellt. Die Beleuchtung lässt sich nur in zwei Stufen einstellen, eine stufenlose Regelung wie im Palm IIIc oder Visor Prism gibt es nicht. Dafür lässt sich der Kontrast des Bildes nach Belieben verändern. Da Palm sich beim m130 für ein STN-Display entschieden hat, kann es auch bei direkter Sonneneinstrahlung verwendet werden, ohne dass der Bildschirm quasi erblindet. Durch die Hintergrundbeleuchtung wird das m130-Display deutlich gleichmäßiger ausgeleuchtet als das reflektierende Display des ebenfalls heute vorgestellten m515 .

Update vom 13. September 2002:
Wie Palm Ende August überraschend eingestand , handelt es sich beim Bildschirm des m130 keineswegs um ein 16-Bit-Display, das 65.536 Farben darstellen kann. Tatächlich steckt im Palm m130 ein 12-Bit-Display, das 4.096 Farbtöne beherrscht, das mit einer Dithering-Methode auf 58.621 Farbkombinationen kommt. Nun bietet der Hersteller m130-Besitzern eine Entschädigung in Form eines PDA-Spiels oder die Rückgabe des PDAs an.

Wie auch bei den anderen m100er-Modellen ist das verwendete Display deutlich kleiner als etwa bei den m500er-Modellen oder bei der Konkurrenz. Ein derart kleines Display verwendet derzeit ausschließlich Palm in seinen PDAs, was die Lesbarkeit geringfügig erschwert. Nur im Treo-Smartphone von Handspring wird auch ein etwas kleineres Display verwendet. Das kleine Display im m130 erschwert leider auch die Dateneingabe, denn durch das kleine Display verringert sich auch der Platz für das Graffiti-Feld. Beim "Malen" der Buchstaben kommt es durch den geringeren Platz schneller mal zu Fehlerkennungen. Hier bleibt nur als Ausweg, besonders aufmerksam bei der Graffiti-Eingabe zu sein.

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Im 153 Gramm leichten und 12,19 x 7,87 x 2,28 cm messenden m130 kommt das PalmOS in der aktuellen Version 4.1 zum Einsatz. Das bedeutet, dass ein Kalender, ein Adressbuch, eine Aufgabenliste, ein Merkzettel-Programm, ein Notizzettel und eine Uhr fest integriert sind. Die Uhr lässt dabei besonders leicht bei ausgeschaltetem und zugeklapptem Gerät anzeigen, indem man den einzigen nicht durch den Deckel verdeckten Knopf betätigt, wodurch die Uhrzeit samt Datum kurz erscheint. Da auch der m130 wie alle Modelle aus der m100er-Serie keinen Flash-ROM-Baustein besitzen, lässt sich ein Update des Betriebssystems nicht ohne weiteres vornehmen.

Auf einer zusätzlichen CD liefert Palm noch weitere Software, die aber erst nachträglich installiert werden muss. Dazu zählt unter anderem DocumentsToGo Professional in der Version 4.0, um Word-, Excel und PowerPoint-Dateien auf den PDA zu bearbeiten. Als weitere Goodies soll auf der CD ein erweiterter Taschenrechner, die MGI PhotoSuite für Photo-Bearbeitung und der E-Book-Reader Palm Reader beiliegen. Für die mobile Kommunikation befindet sich auf der CD ein erweitertes Mobile Internet Kit, mit dem Mail-Programm MultiMail, einem SMS-Manager, den Web-Clipping-Funktionen von Palm und auch ein WAP-Browser.

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Zum Lieferumfang gehört ferner eine Software-CD mit dem Palm Desktop 4 samt Outlook-Synchronisation, elektronischen Handbüchern und einer gedruckten Schnelleinführung. Zudem liegt eine USB-Dockingstation mit Lade-Netzteil bei. Leider lässt sich dieses nicht am Gerät befestigen, so dass auf Reisen das recht klobige Cradle verwendet oder in ein Reise-Netzteil investiert werden muss. Der Palm m130 soll ab sofort zum Preis von 375,- Euro in den Regalen stehen.

Eine ausführliche Marktübersicht aller aktuellen PDAs, einschließlich Preisen und Verfügbarkeiten, findet sich unter markt.golem.de .

Fazit:
Mit dem Palm m130 bringt der PDA-Hersteller nun nach dem m125 einen ähnlichen PalmOS-PDA mit deutlich akzeptablerem Preis-Leistungsverhältnis auf den Markt. Denn statt des monochromen Bildschirms des m125 bekommt man mit dem m130 ein ähnlich teures Gerät mit Farb-Display, das einen durchaus ordentlichen Eindruck hinterlässt.

Palm-Fans werden sich jedoch an dem recht kleinen Display stören und dann wohl lieber den m515 wählen oder auf das Monochrom-Modell m500 ausweichen, wo das Display ebenfalls den gewohnten PDA-Maßen entspricht.


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