HP-Compaq-Fusion: Hewlett will Lew Platt als Interims CEO
HP griff daraufhin den Sohn des Firmengründers und HP-Verwaltungsratsmitglied, der die Verträge der beiden Firmenlenker veröffentlicht sehen möchte, in einem veröffentlichen Brief scharf an. Er habe seine Kompetenzen überschritten und handle nur noch aus Verzweiflung.
Walter Hewlett und die Gründerfamilien sind Gegner der geplanten Fusion. Mit der Bekanntmachung der geplanten lukrativen Verträge für die Firmenlenker will man bei den Aktionären Stimmung gegen den geplanten Zusammenschluss machen. Die Schlacht um die Aktionärsstimmen hat mittlerweile fast groteske Züge angenommen, in denen beide Seiten ganzseitige Zeitungsanzeigen in Finanzzeitungen veröffentlichen.
Das Wall Street Journal hatte geschrieben, dass HP-Chefin Fiorina nach der HP-Compaq-Fusion künftig ein Jahresgehalt von 1,6 Millionen Dollar Basiskompensation sowie an diverse Bedingungen geknüpfte zusätzliche Gehaltsbestandteile von 4,8 Millionen US-Dollar und Aktienoptionen im aktuellen Gegenwert von rund 57 Millionen US-Dollar erhalten solle. Der Compaq-Chef Capellas soll jährlich eine Million US-Dollar und 3,8 Millionen US-Dollar Boni und Aktienoptionen von 38 Millionen US-Dollar erhalten. Beide Unternehmensführer erhalten den Gerüchten zufolge einen zweijährigen Vertrag.
Die Abstimmung über die milliardenschwere Fusion soll am 19. und 20. März 2002 bei den HP- und den Compaq-Aktionären abgehalten werden.



