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buch.de AG verabschiedet sich vom Neuen Markt

Ab in den Geregelten Markt wegen niedrigerer Kosten. Die Buch.de AG hat mitgeteilt, dass man sich vom Neuen Markt verabschieden und in den Geregelten Markt wechseln wolle. Das Unternehmen gab als Grund an, dass die Attraktivität des Neuen Marktes schwindet, da es an Anlage- bzw. Investmentbereitschaft sowohl bei institutionellen Anlegern als auch bei den privaten Investoren mangele. Außerdem seien die Kosten sehr hoch.
/ Andreas Donath
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Das Unternehmen ist überzeugt, dass der Neue Markt mit seinem aktuellen Regelwerk und Rahmenbedingungen für buch.de internetstores AG nicht mehr das ideale Börsenumfeld wie zum Börsengang in 1999 bietet.

Die Kosten der Börsennotierung am Neuen Markt gegenüber dem Geregelten Markt seien einer der weiteren Gründe für den Wechsel. Dieses Marktsegment ist durch geringere Auflagen gekennzeichnet. Bei der Zulassung müssen die Unternehmen einen Geschäftsbericht vorlegen. Die Aktien müssen einen Gesamtnennbetrag von mindestens 255.645 Euro haben. Die Pflicht, alle drei Monate einen Geschäftsbericht zu veröffentlichen und zwei Betreuer zu stellen, gibt es nicht.

Die erheblichen Mehrkosten für die Betreuung und Beratung sowie die Verpflichtung der Veröffentlichung von Quartalsberichten nach internationalen Rechnungslegungsmethoden würde den Neuen Markt ebenso inattraktiv machen wie die rückläufige Zahl der am Neuen Markt notierten Unternehmen, so Buch.de.

Einige Finanzexperten spekulieren allerdings, dass Buch.de lediglich versuche, der Pennystock-Regelung aus dem Wege zu gegen. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,90 Euro. Das 52-Wochen-Hoch lag immerhin noch bei 1,86 Euro.


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