Beamte surfen im Dienst zu häufig privat im Internet
Demnach hatten 44 Prozent der Zugriffe nichts mit der Arbeit der Beschäftigten zu tun. Besonders häufig, nämlich in rund sieben Prozent aller Fälle, besuchten die Mitarbeiter Online-Shops oder klickten sich bei Internet-Auktionen ein. Auf Platz zwei lagen Zugriffe auf Lifestyle-Seiten mit Urlaubsangeboten oder Modetipps, auf dem dritten Rang Sex-Angebote. Rund 300.000 Erotikseiten waren demnach in nur zehn Tagen abgerufen worden – 15 pro Internet-Anschluss.
Nach einer Modellrechnung des LRH kommen auf diese Weise 753.000 Arbeitsstunden zusammen, die dem Land durch privates Surfen jedes Jahr verloren gehen. Statistisch gesehen fallen damit 511 Landesbedienstete komplett für die Arbeit aus.
Der Rechnungshof hat Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) um Aufklärung gebeten, wie der durch "mangelnde Dienstaufsicht und Untätigkeit" entstandene "erhebliche Schaden" behoben werden könne. Außerdem regt der LRH an, weiter Personal in den Behörden einzusparen.
Zur Begründung heißt es, offenbar sei der Arbeitsdruck auf die Arbeitnehmer "nicht so gravierend, wie häufig von Dienststellenleitern oder Arbeitnehmervertretern" behauptet werde.
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