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Interview: Wie viel "Pay" schon im Netz geht

Golem.de: Wenn das Pay-Web die Zukunft ist, warum sehen wir dann noch immer so wenige innovative Angebote? Derzeit spielt etwa kein deutscher TV-Sender wirklich Serien im Netz gegen Gebühr aus, obwohl das technisch inzwischen problemlos möglich wäre.

Englert: Technisch möglich ja, aber die Auslieferung ganzer Serien setzt zumindest Breitbandstandard voraus, und der ist in Deutschland immer noch nicht im erwarteten Umfang umgesetzt. Außerdem ist der finanzielle Aufwand für Produktion und Streaming hoch, von Rechteproblemen ganz zu schweigen. Solange Paid Content nicht wirklich etabliert ist, werden derartige Angebote die Ausnahme bleiben - bezahlte Inhalte bieten daher auch die Chance für mehr Innovation.

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Golem.de: Stattdessen tauschen die User nun Kinofilme, "gerippte" DVDs und TV-Serien online - dieser Bereich hat inzwischen Dimensionen erreicht wie einst zu besten Napster-Zeiten im MP3-Sektor.

Englert: Diese Entwicklung zeigt erst einmal, wie einst bei Napster, dass ein Markt für diese Produkte da ist.

Golem.de: Kann da die Angst vor Copyright-Verletzungen und knackbaren Verschlüsselungsmechanismen noch zählen, bevor man endlich legale "Konkurrenz"-Angebote ins Netz stellt?

Englert: Wir beobachten diese Entwicklung mit Sorge, denn hier werden elementare Urheberrechte verletzt. Man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen - denn bei der Schädigung der Wirtschaft geht es letztendlich auch um die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch derartige Aktivitäten.

Golem.de: Wird es für den User in Zukunft noch etwas wie "fair use" geben, wo etwa Privatkopien erlaubt sind? Sie sprechen da ja bereits von "Datenpiraterie"?

Englert: Selbstverständlich muss die Verhältnismaßigkeit gewahrt bleiben - aber wir reden hier nicht mehr von einfachen Kopien, sondern von dem Klonen von Originalen. Unser Problem ist, dass das einst im analogen Zeitalter geschaffene Urhebergesetz den digitalen Entwicklungen einfach nicht mehr gerecht wird. Hier müssen klare und moderne rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die allen Interessen gerecht werden.

Golem.de: Mit dem Pay-Web wächst für den User auch die Angst vor dem Eindringen in seine Privatsphäre - jede Transaktion ist im Grunde nachverfolgbar. Wie wollen Sie da Vertrauen schaffen?

Englert: Wie ich schon sagte, die Datensicherheit der Zahlungssysteme ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ich bin mir aber sicher, dass sich in ein bis zwei Jahren allgemein akzeptierte Zahlungssysteme etabliert haben werden - und der Abruf bezahlter Inhalte wie heute schon bei SMS-Diensten für den User gängige Normalität sein wird.

Golem.de: Herr Dr. Englert, wir bedanken uns für das Gespräch.

[von Ben Schwan]

 Interview: Wie viel "Pay" schon im Netz geht

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egn j. 06. Mär 2002

ersetz die 8 durch den entsprechenden buchstaben im alphabet (h) und sie es aus der...

Jens 05. Mär 2002

Der letzte Satz sollte natürlich heißen: Das allerdings wird nicht passieren, denn wenn...

Jens 05. Mär 2002

Da redet dieser Mensch von keinerlei Sachkenntnis getrübt doch völlig ins blaue und...

Steve 04. Mär 2002

haeh ? wegen der 8,8 cm FLAK oder was ?

pits 04. Mär 2002

Wenn ich schon für meine Flat ca. 55 DM hinblättern muß, dann ist bei mir der Anreiz mehr...



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