Texas Instruments will Berliner Condat AG übernehmen
Der Angebotspreis von TI an Condat beträgt 12,- Euro je Aktie in bar. Vorstand und Aufsichtsrat der Condat AG haben der Akquisition zugestimmt und halten das Angebot für fair und angemessen; der Betriebsrat wurde entsprechend informiert. Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären die Annahme empfehlen. Seit 1997 steht Condat in enger strategischer Partnerschaft mit Texas Instruments und seit März 2000 hält TI einen Aktien-Anteil von 10,9 Prozent des Unternehmens. 56,2 Prozent der Aktien werden von den Gründungsaktionären der Gesellschaft gehalten, die beschlossen haben, ihre Anteile an TI zu veräußern. Der Vollzug der Übernahme unterliegt noch der Genehmigung durch die Regulierungsbehörden und setzt den Erwerb von mindestens 95 Prozent der umlaufenden Aktien voraus.
Die Vereinbarung sieht vor, dass TI den Geschäftsbereich Wireless Communications Solutions von Condat übernimmt, der auf Protokollstack-Software für den Mobilfunk spezialisiert ist, eine wichtige Systemkomponente mobiler Kommunikationsgeräte. Durch die Übernahme will TI einen vollständigen GSM/GPRS-Chipsatz anbieten können. TI plant, die Software-Entwicklung in Berlin und an den übrigen Standorten als Tochtergesellschaft unter dem Namen Texas Instruments Berlin weiterzuführen.
Die anderen Geschäftsbereiche von Condat, die sich auf Unternehmenssoftware-Anwendungen, Systemintegration, mobile Anwendungen und Mobilfunk-Testsysteme konzentrieren, wird TI an die Gründungsaktionäre der Condat AG veräußern. Zu diesem Zweck wurde eine neue Gesellschaft gegründet, die Condat Informationssysteme AG, die ferner den Anteil an der Purple Labs S.A. in Chambéry, Frankreich, erwerben wird. Purple Labs entwickelt Referenzdesigns für mobile Smartphones. Im Rahmen der Vereinbarung wird Condat ein OMAP-Entwicklungspartner von TI. Zusätzlich erhält die Condat Informationssysteme von TI eine Entwicklungslizenz für die Protokollstack-Software für ihren Geschäftsbereich Wireless Test Systems.
Condat beschäftigt derzeit rund 380 Mitarbeiter in Berlin, München, Aachen und Hamburg, in Forschungs- und Entwicklungszentren in Aalborg, Dänemark und Edinburgh, Schottland und in einem Customer Support Center in Taipeh, Taiwan. Etwa die Hälfte dieser Mitarbeiter wird zu TI wechseln, die andere Hälfte wird mit den dazugehörigen Betriebsmitteln zu dem neuen Unternehmen gehören.



